Auch die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Brambauer Friederike Scholz-Druba unterzog sich in der Brambauer Corona-Schnellteststelle "Sonnen-Apotheke Brambauer" einen Corona-Schnelltest, durchgeführt von "Tester" Moritz Rühl. © Michael Blandowski
Coronavirus

Schnelltest in Lünen sehr gefragt: Auch Pfarrerin sucht Sicherheit

Vor den Feiertagen war er besonders gefragt: der Corona-Schnelltest. Bis Mittag waren so viele Menschen zur Sonnen-Apotheke gekommen wie sonst an einem Tag. Unter ihnen auch eine Pfarrerin.

Über Ostern dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Damit die tatsächlich nur Osterwünsche austauschen und keine ansteckenden Viren, waren viele Schnelltestzentren am Samstag sehr gefragt: auch die Sonnen-Apotheke in Brambauer.

Zwei Schnelltest-Angebote in Brambauer

Zehn Schnelltestzentren gibt es in Lünen, zwei davon in Brambauer: die Glückauf-Apotheke an der Königsheide und die Sonnen-Apotheke an der Waltroper Straße. Der Kreis Unna hat sie beauftragt, die sogenannten Bürgertests durchzuführen: Jedem Bürger steht wöchentlich ein Schnelltest zur Untersuchung auf das Coronavirus zu. Unser Reporter war am Samstag in der Sonnen-Apotheke, wo es dieses Angebot seit dem 9. März gibt. Wer bereits seinen Gratistest hatte machen lassen und ein zweites Mal Sicherheit haben will, muss in die eigene Tasche greifen: 29,90 Euro werden dann fällig.

„Nach einem langsamen Beginn in den Anfangstagen, haben wir täglich bis zu 50 Personen, die sich testen lassen möchten“, sagt Bärbel Reich (PTA) von der Sonnen-Apotheke. Möglich sei das aber nur nach vorheriger Anmeldung. Von montags bis freitags zwischen 8.30 und 10.30 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr. Samstags zwischen 9 und 11 Uhr. Am Samstag vor Ostern war das Angebot besonders gefragt: Am Vormittag hatten sich bereits 45 Personen testen lassen.

Darunter war auch die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Brambauer, Friederike Scholz-Druba, gemeinsam mit Ehemann Alfred.

Pfarrerin: „Negativer Test gibt mir Sicherheit“

„Ich finde, die Option eines Corona-Schnelltestes ist durchaus wichtig“, sagte sie. „Aufgrund meiner zurückliegenden Schnelltests konnte ich bereits in der letzten Woche einen Gottesdienst im Altenheim der AWO Brambauer leiten.“ Auch da, wo ein negativer Test nicht ausdrücklich vorgeschrieben ist, schätzt sie ihn. „Das negative Testergebnis gibt mir einfach eine Sicherheit, um mich freier bewegen zu können“ – auch zu Ostern. Deshalb war sie am Samstag in die Apotheke gekommen.

Pfarrerin Scholz-Druba kritisierte, dass von Seiten der Regierung Geistliche bisher nicht als systemrelevant beurteilt werden und folglich auch noch keine Impfung erhalten haben. Obwohl Pfarrer durchaus häufig Kontakte zu Menschen beziehungsweise zu Gemeindemitgliedern pflegten. Positiv sind nach Meinung der Pfarrerin die bereits durchgeführten Impfungen der Erzieherinnen, beispielweise im Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde Brambauer. Für sie freut sie sich.

Welcher Impfstoff dabei zum Einsatz kommt, ist zumindest für Ehemann Alfred zweitrangig. „Es ist mir eigentlich egal, welchen Impfstoff ich hoffentlich bald bekomme. Hauptsache ich werde in absehbarer Zeit geimpft. Jeder Impfstoff ist besser, als nicht geimpft zu sein“, sagte der unter Diabetes leidende 68-Jährige.

Bei zwei Strichen gibt es eine Meldung ans Gesundheitsamt

Alle, die zum Testen am Samstag in der Apotheke waren, erhielten einen Nasenabstrich per Stäbchen. Anschließend erfolgte das Eintauchen und Vermischen des Nasensekretes mit einer chemischen Lösung in einer Testcassette. „Der Nasenabstrich ist die gängigste Variante. In Ausnahmefällen gibt es auch einen Rachenabstrich. Nach einer 15-minütigen Überprüfungsphase erscheint wenig später ein Kontrollstrich auf unserem Gerät“, sagt die PTA der Sonnen-Apotheke. Sollte ein weiterer Strich auftauchen, ist das schlecht: ein positiver Corona-Fall, der dem Gesundheitsamt gemeldet werden muss.

Nach dem durchgeführten Corona-Schnelltest gibt es für jede getestete Person ein Zertifikat beziehungsweise ein DIN A4-Testergebnis mit sämtlichen wichtigen Daten: eine bescheinigte Momentaufnahme.

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Redaktion Lünen
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