Der Blick bleibt im Grau kleben. Die Straße Dreischfeld zwischen Lünen und Selm lässt sich nur erahnen. © Sylvia vom Hofe
Wetter

Saharastaub? Warum es nicht hell wird über Ruhrgebiet und Münsterland

Graue Suppe - und das kurz vor Mittag. Am Donnerstag (4. 3.) will es einfach nicht richtig hell werden. Warum? Der Deutsche Wetterdienst klärt auf und gibt einen Ausblick aufs Wochenende.

Von wegen: blauer Himmel und Vogelkonzert wie in den Vortagen. An diesem Donnerstag (4. 3.) hat sich eine graue Masse über die Region gelegt: bleischwer. Ist das Wetterphänomen aus Afrika dafür verantwortlich, das vor einer Woche in NRW angekommen ist: der Sahara-Staub? Er hat bei Sonnenauf- und untergang den diesigen Himmel gelblich und milchig eingefärbt. Bislang aber nicht tiefgrau.

„Der Saharastaub spielt hier nur eine untergeordnete Rolle“, sagt David Bötzel, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Essen. Das plötzliche Herbstwetter mitten im gefühlten Frühling bereitet dem Naturspektakel Saharastaub eher ein Ende. Der anhaltende Regen wasche die Staubpartikel gerade aus der Luft, sagt Bötzel. Für die die ungewohnte Dunkelheit draußen sieht er eine andere Ursache.

Münsterland spielt eine Sonderrolle beim Regen

„Die Wolkengrenze ist sehr tief“, sagt er. Fast scheinen sie auf dem Land zu kleben. Die Folge: Es lässt sich weniger als fünf Kilometer weit blicken. Die Sonne wird sich an diesem Donnerstag gar nicht zeigen. Das gilt für das Ruhrgebiet und das Münsterland gleichermaßen. Beim Regen gibt es aber deutliche Unterschiede.

„Im Ruhrgebiet fällt deutlich mehr Regen als im Münsterland.“ Am Flughafen Münster-Osnabrück seien bislang nur wenige Tropfen gefallen. Das werde sich im Münsterland den ganzen Tag kaum ändern. Für das Ruhrgebiet ist aber mit 14,5 Litern pro Quadratmeter zu rechnen.

Eine Herbstdepression im März braucht niemand deswegen zu bekommen – auch wenn die Aussichten für Freitag (5. 3.) weiter trübe sind: wieder starke Bewölkung und teilweise Regen. Nur, dass dann auch noch die Temperatur fällt, und es in der Nacht zu Samstag richtig glatt werden kann. „Am Wochenende wird es dann aber deutlich besser werden“, sagt Bötzel.

Das sind die Aussichten für das Wochenende

Sonnig, aber kühl. Das ist seine Perspektive für das Wochenende. Es werde niederschlagsfrei bleiben – also weder Regen noch Schnee. Und das bei Höchsttemperaturen zwischen 6 und 8 Grad. Und das beste: Es wird auch wieder heller – je weiter südlich desto besser.

„Jeder Kilometer weiter weg von der Nordsee bedeutet, dass es umso besser wird.“ Mit anderen Worten: Während es im Münsterland noch eher trübe ist, lichten sich die Wolken schon im Ruhrgebiet. Aber erst im Rheinland werde es richtig schön.

Gut übrigens, dass sich das Wetter erst am Donnerstag und nicht schon am Mittwoch so regnerisch eingetrübt hat. Denn im Volksglauben hat sich am Tag der heiligen Kunigunde (Mittwoch, 3. 3.) die Zukunft entschieden: „Ist Kunigunde tränenschwer, bleibt oft die Scheune leer“, heißt eine alte Bauernweisheit.

Über die Autorin
Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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Sylvia vom Hofe

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