Roller fuhr zu schnell: 32-Jähriger kassiert vor Gericht Geldstrafe und Fahrverbot

Amtsgericht Lünen

Weil er mit seinem Roller viel zu schnell unterwegs war, wurde ein 32-jähriger Lüner von der aufmerksamen Polizei gestoppt. Wegen Fahren ohne Führerscheins stand der Mann jetzt vor Gericht.

von Sylvia Mönnig

Lünen-Süd

, 03.02.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Roller fuhr zu schnell: 32-Jähriger kassiert vor Gericht Geldstrafe und Fahrverbot

Weil er mit seinem Motorroller schneller unterwegs war als erlaubt, musste ein Lüner sich jetzt vor Gericht verantworten. © Samuel Toh/Unsplash

Ein gebrochene Drossel an seinem betagten Roller verschaffte einem Lüner unerwartetes Tempo, machte sein Gefährt allerdings auch führerscheinpflichtig. Hinzu kam Pech: Die Polizei befand sich direkt hinter ihm.

Instinkt erwies sich als richtig

Den Beamten fiel der Mann, der am Mittag des 10. Juli mit seinem Roller die Jägerstraße in Lünen-Süd befuhr, sofort ins Auge. Ihr Instinkt, ihn zu kontrollieren, erwies sich als richtig.

Der Roller war schneller als die erlaubten 25 Stundenkilometer und seinem Besitzer fehlte der so erforderliche Führerschein.

Fahren ohne Fahrerlaubnis wurde dem 32-Jährigen nun im Prozess vor dem Amtsgericht zur Last gelegt. Er erklärte, dass die Drossel des über 18 Jahre alten Rollers just auf der Jägerstraße gebrochen sei und er es in dem Moment gemerkt habe.

Mann ist einschlägig vorbestraft

Dann sei die Polizei plötzlich hinter ihm gewesen. Richter Ulrich Oehrle griff ein: Der Lüner hätte anhalten, schieben und eine Werkstatt aufsuchen müssen. Auch warnte er den einschlägig vorbestraften Mann davor, dass irgendwann auch ein Roller als Tatwerkzeug eingezogen werden könne.

Der Angeklagte zeigte sich einsichtig und versicherte, dass der Roller mittlerweile repariert sei. Nutzen darf er ihn in der nächsten Zeit dennoch nicht. Neben 400 Euro Geldstrafe kassierte er ein dreimonatiges Fahrverbot.

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