Rollende Intensivstation feiert Geburtstag: So sieht es in dem besonderen Fahrzeug aus

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Der Intensivtransportwagen Lünen feiert Geburtstag. Als die Idee vor zehn Jahren geboren wurde, mussten Feuerwehr und Marienhospital erst einmal improvisieren.

von Günter Blaszczyk

Lünen

, 08.07.2019, 09:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rollende Intensivstation feiert Geburtstag: So sieht es in dem besonderen Fahrzeug aus

Der Intensivrettungswagen der Feuerwehr Lünen ist seit zehn Jahren im Einsatz. © Günter Blaszczyk

Am 3. Juli 2009 startete der Intensivtransportwagen (ITW) Lünen mit seiner ersten Verlegungsfahrt. „Das Fahrzeug sollte den Rettungsdienst der Lüner Feuerwehr entlasten, in dem sich seine Besatzung um die arztbegleitende Verlegung kümmerte“, so die damalige Idee des Chefarztes der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des St.-Marien-Hospitals, Prof. Dr. Wolfram Wilhelm, und des Leiters der Feuerwehr Lünen zu dieser Zeit, Alfred Krömer.

Das erste Intensivfahrzeug war ein sechs Jahre alter Rettungswagen der Feuerwehr Lünen, der „mal eben“ ausgebaut wurde. Das St.-Marien-Hospital stellte einen Teil der Medizintechnik zur Verfügung, die Feuerwehr rüstete nach. Die Besatzung setzte sich aus zwei Rettungsassistenten und einem Intensivmediziner zusammen.

Im ersten Jahr des Einsatzes beliefen sich die Transporte auf 72 Fahrten.

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Einblick in die rollende Intensivstation: Der Intensivtransportwagen (ITW) Lünen soll die Verlegung schwerkranker Personen ermöglichen.© Günter Blaszczyk
Die Inneneinrichtung steht einem Intensivzimmer im Krankenhaus mittlerweile in nichts nach.© Günter Blaszczyk
2014 wurde ein neuer ITW für die Lüner Feuerwehr angeschafft.© Günter Blaszczyk
Zuvor hatte es sich bei dem ITW um einen normalen Rettungswagen gehandelt, der entsprechend umgebaut worden war.© Günter Blaszczyk
Dabei stellte das Marienhospital Lünen die Technik zur Verfügung. Die Besatzung besteht auf zwei Rettungssanitätern und einem Intensivmediziner.© Günter Blaszczyk
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (v.l.), Dr. Jan Wiese, Oberarzt der Anästhesiologie und Verantwortlicher für den ITW, Prof. Dr. med. Wolfram Wilhelm, ärztlicher Direktor am St.-Marien- Hospital und Chefarzt der Anästhesiologie, Stephan Dörnbrack, stellv. Leiter Feuerwehr Lünen, und Tim Kewitz, Leiter des Rettungsdienstes, feierten den Geburtstag des ITW.© Günter Blaszczyk

Die Einsatzzahlen steigerten sich in den darauffolgenden Jahren, der Transportwagen wurde in den Rettungsdienstplan des Kreises aufgenommen. 2014 wurde dann ein neuer ITW in den Dienst gestellt. Die Medizintechnik des Fahrzeugs befindet sich auf dem Niveau eines vollwertigen Intensivzimmers.

In 10 Jahren wurden mehr als 3300 ITW-Einsätze über insgesamt eine halbe Million Kilometer gefahren. 2018 blickt das Team des Fahrzeugs auf 442 Einsätze zurück.

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