Ein Rodelhügel im Außenbereich mit viel Abstand ist kein Problem. Gefährlich wird es, wenn Erwachsene und Kinder eng an eng zusammenstehen. © Tobias Kassler
Coronavirus und Wintereinbruch

Rodeln ohne Maske und Abstand: Stadt Lünen appelliert an die Eltern

Autofahrer fluchen, Kinder jubeln: Schnee hat auch schöne Seiten. Eltern die ihre Kinder zum Schlittenfahren begleiten, müssen aber aufpassen. Sonst kann das gefährlich werden. Und teuer.

Der aufgeschüttete Berg auf dem Spielplatz im Wohngebiet dient im Sommer zum Klettern. Jetzt ist er der ideale Rodelhügel – finden die Kinder, die mit ihren Schlitten abwärts zu sausen. Und finden die Eltern, die winkend unten stehen. Alle eng beieinander. Alle ohne Maske.

Das derzeitige Thema Nummer eins – der Wintereinbruch -, hat Corona in den Hintergrund treten lassen – nicht nur auf dem Spielplatz im Lüner Norden. „Die Stadt bittet Eltern, umsichtig und verantwortungsvoll zu sein“, appelliert Stadtsprecher Benedikt Spangardt. So wie überall in der Öffentlichkeit sei es auch auf einem Rodelhügel wichtig, den Mindestabstand einzuhalten. „Wenn das nicht geht, kann es zumindest für die Erwachsenen vielleicht auch einmal sinnvoll sein, dort eine Maske zu tragen, wo es eigentlich rechtlich nicht geboten ist.“

Maskenpflicht auf Spielplätzen

Auf einem Spielplatz gilt für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren ohnehin Maskenpflicht – unabhängig von der Einhaltung des Mindestabstands. Es gibt weiter Kontrollen. „Wenn wir Hinweise auf Verstöße erhalten, kontrollieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes auch gezielt“, sagt Spangardt. Das Nichttragen einer Alltagsmaske trotz Verpflichtung wird mit 50 Euro geahndet. Das Zusammentreffen im öffentlichen Raum mit anderen Personen als den Angehörigen des eigenen oder eines weiteren Hausstands mit 250 Euro. Pro Person.

Über die Autorin
Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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Sylvia vom Hofe

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