Retter holten fünf Verletzte aus brennender Werkstatt: Training mit künstlichem Rauch

Großübung der Feuerwehr

Künstlicher Rauch, fünf Vermisste, darunter eine Verletzte auf dem Dach und ein Opfer, das ums Überleben kämpft: Eine Feuerwehrübung in der City sorgte am Freitagabend (12.4.) für Aufsehen.

Lünen

, 14.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Retter holten fünf Verletzte aus brennender Werkstatt: Training mit künstlichem Rauch

Was ernst aussieht, ist zum Glück nur eine Übung. Die Feuerwehr trainierte die Rettung von Verletzten und die umfassende Brandbekämpfung mit Blick auf Gefahrstoffe auf dem ehemaligen Mercedes-Gelände. © Foto Beuckelmann

Viel Blaulicht war zu sehen, als der „Alarm“ zur zweistündigen Großübung der Feuerwehr auf dem ehemaligen Mercedes-Areal auflief. Drei Löschzüge, 59 Einsatzkräfte, zwölf Fahrzeuge und zwei Notärzte waren „im Einsatz“.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Feuerwehrübung

Eine zweistündige Großübung der Feuerwehr hat am Freitagabend in der Innenstadt für Aufsehen gesorgt. 59 Einsatzkräfte und zwei Notärzte trainierten auf dem ehemaligen Mercedes-Gelände.
14.04.2019
/
Ziel der Übung auf dem Areal des ehemaligen Mercedes-Autohauses an der Lange Straße war die gezielte Menschenrettung und Versorgung sowie die umfassende Brandbekämpfung mit Blick auf Gefahrstoffe.© Foto Beuckelmann
Drei Löschzüge mit 59 Einsatzkräften, zwölf Fahrzeugen und zwei Notärzte waren bei der Großübung aktiv.© Foto Beuckelmann
Drei Löschzüge mit 59 Einsatzkräften, zwölf Fahrzeugen und zwei Notärzte waren bei der Großübung aktiv.© Foto Beuckelmann
Per Drehleiter wurde Britta Bressler (l.), die einen "Beinbruch" hatte, vom Dach des ehemaligen Autohauses gerettet.© Foto Beuckelmann
Robin Möller (r.) mimte den Werkstattmeister, der sich noch retten, die Feuerwehr einweisen und den Ort der Vermissten nennen konnte.© Foto Beuckelmann
Drei Löschzüge mit 59 Einsatzkräften, zwölf Fahrzeugen und zwei Notärzte waren bei der Großübung aktiv.© Foto Beuckelmann
Auch Notarzt Dr. Daniel Dreyer (r.) und der Leitende Notarzt Dr. Arne Krüger (l.) waren im Einsatz. „Aus meiner Sicht läuft es hier sehr gut“, so das Fazit von Dr. Krüger.© Foto Beuckelmann
Drei Löschzüge mit 59 Einsatzkräften, zwölf Fahrzeugen und zwei Notärzte waren bei der Großübung aktiv.© Foto Beuckelmann
Drei Löschzüge mit 59 Einsatzkräften, zwölf Fahrzeugen und zwei Notärzte waren bei der Großübung aktiv.© Foto Beuckelmann

Die Berufsfeuerwehr und die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr aus Wethmar und Lünen-Mitte probten einen simulierten Brand in der Werkstatt des einstigen Autohauses.

„Opfer mit gebrochenem Bein“

„Bei Arbeiten an einem Transporter ist es zur Brandentstehung gekommen, der Rauch breitet sich sehr schnell im Gebäude aus. Wir haben insgesamt fünf vermisste Personen“, beschrieb Brandoberinspektor Robin Möller das Szenario, das er mit Brandamtmann Roland Rosenberger entwickelt hatte.

Neben drei Attrappen, die es zu „retten“ galt, stellten sich Britta und Michael Bressler als „Opfer“ bereit. Britta harrte mit einem „gebrochenen Bein“ auf dem Dach aus, um per Drehleiter gerettet zu werden, ihr Mann Michael war im Gebäude eingeschlossen und „kämpfte“ ums Überleben.

Wenig Sicht durch künstlichen Rauch

Ziel der Übung war die gezielte Menschenrettung und Versorgung sowie die umfassende Brandbekämpfung mit Blick auf Gefahrstoffe. Durch den Einsatz von künstlichem Rauch betrug die Sicht im Werkstattbereich nur ein Meter. Um 19.11 Uhr erfolgte die Alarmierung. Die Berufsfeuerwehr bekam zwei Minuten Vorsprung und traf zuerst ein. Robin Möller mimte den Werkstattmeister, der sich noch retten, die Feuerwehr einweisen und den Ort der Vermissten nennen konnte.

Drehleiter im Einsatz

Mehrere Einsatzabschnitte und verschiedene Funkkanäle wurden genutzt, um strukturiert vorzugehen. Auch die Drehleiter und der Intensivtransportwagen mit Notarzt Dr. Daniel Dreyer kamen zum Einsatz. Der Leitende Notarzt Dr. Arne Krüger beobachtete die Übung aus verschiedenen Blickwinkeln, wie etwa die Patientenrettung sowie die Sicherheit und sagte: „Aus meiner Sicht läuft es hier sehr gut.“

Positives Fazit

Fazit von Robin Möller: „Aus Sicht der Feuerwehr ist die Übung sehr gut verlaufen. Die Übungsziele, wie Einsatzstellenkommunikation, Menschenrettung und Patientenversorgung wurden vollends erreicht.“ Natürlich gebe es kleine Stellschrauben, die man immer verbessern könne. Dafür würden solche Übungen regelmäßig durchgeführt, um für den Ernstfall gut aufgestellt zu sein, so Möller. Zufrieden zeigte sich Benedikt Spangardt, der als Pressesprecher der Stadt Lünen der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr für ihren Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger dankte.

Lesen Sie jetzt