Die besonderen Regeln für Handwerker im Baumarkt sind vorbei. Nur noch Click & Collect. Aber auch das kann sich schon bald wieder ändern. © Peter Fiedler
Meinung

Rein ins Geschäft, raus aus dem Geschäft: Willkommen im Regeldschungel

Deutschland war in der ersten Welle quasi noch Musterschüler. Mittlerweile jagt eine Verordnung die nächste, Widersprüche inklusive. Unser Autor fragt: Wer soll das noch alles verstehen?

Einkaufen mit negativem Test, Ausnahmen im Baumarkt für Gewerbetreibende und gefühlt jede zweite Woche läuft es auch in Schulen und Kitas irgendwie anders. Wer versteht eigentlich noch, was konkret gerade für Corona-Regeln gelten?

Dabei sollte das neue Infektionsschutzgesetz – schnittiger beschrieben: Die Bundesnotbremse – doch alles einheitlicher machen. Stattdessen wird es jetzt immer komplizierter. Es gilt die Bundesverordnung. Sollte die Bundesverordnung nicht genau genug sein, gilt die Landesverordnung.

Ausnahmen, Termine und Papierkram

Hinzu kommen Ausnahmen für Geimpfte und Genesene, Feststellungstermine für Kreis-Inzidenzen (wieder auf Landesebene) und daran geknüpft dann mögliche Lockerungen oder Verschärfungen, die naturgemäß wieder erst mit einiger Verzögerung ankommen.

Das alles ständig nachzuvollziehen ist auf die Dauer ganz schön anstrengend. Immerhin blicken wir mit mehr und mehr Impfstoff in eine leichtere Zukunft. Aber auch dort gilt natürlich: Viel Papierkram, regelmäßige Änderungen in der Priorität.

Ich mag es mir nur einbilden, aber klare und verständliche Regeln hatte Deutschland in der ersten Welle besser drauf.

Über den Autor
Beruflicher Quereinsteiger und Liebhaber von tief schwarzem Humor. Manchmal mit sehr eigenem Blick auf das Geschehen. Großer Hang zu Zahlen, Statistiken und Datenbanken, wenn sie denn aussagekräftig sind. Ein Überbleibsel aus meinem Leben als Laborant und Techniker. Immer für ein gutes und/oder kritisches Gespräch zu haben.
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Matthias Stachelhaus
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