Regisseur Michael Kupczyk dreht in Köln

LÜNEN Eigentlich ist Michael Kupczyk Lüner, seit einer Woche ist der 36-jährige Regisseur allerdings Wahl-Kölner. Und das liegt an den Dreharbeiten zum Kinofilm „Diamantenhochzeit“.

von Beate Rottgardt

, 07.07.2008, 16:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nimmt mit "Diamantenhochzeit" am Wettbewerb teil: der Lüner Regisseur Michael Kupczyk.

Nimmt mit "Diamantenhochzeit" am Wettbewerb teil: der Lüner Regisseur Michael Kupczyk.

Der Cutter seines Kurzfilms „Giacomo und Pepe“ brachte den Produzenten auf die Idee, sich doch Kupczyks Abschlussfilm „Nordstadt“ anzusehen. Bei einer Aufführung in Köln war er offenbar so begeistert, dass er Kupczyk eine Zusammenarbeit vorschlug. „Dann haben wir lange geschaut, was als Drehbuch in Frage käme“, erzählt der Regisseur. Und als man dann die Geschichte von Georg Piller und Tilman Warnke ausgesucht hatte, sagte auch das ZDF zu, das Buch für die Reihe „Das kleine Fernsehspiel“ verfilmen zu lassen.

Finazierung muss geklärt werden

„Seit einem Jahr arbeite ich mit daran, das Buch entsprechend umzuschreiben.“ Dazu kam die Klärung der Finanzierung, mit dem Schreiben von Förderanträgen. Und natürlich mussten auch die Schauspieler gefunden werden. „Wir hatten Casting-Termine in Köln, Hamburg und Berlin“, erzählt Michael Kupczyk. Wie lange die Dreharbeiten dauern werden, ist noch nicht klar. Aber während Kupczyk dreht, schneiden die Cutterinnen bereits parallel und das Team sichtet die Schnittversionen. „Für Vertonung und Farbkorrektur muss man aber noch mal drei Monate rechnen.“ Das dürfte fürs 19. Kinofest im November knapp werden. Denn dort würde er „Diamantenhochzeit“ natürlich gerne zeigen. Schließlich lief auch „Nordstadt“ beim Kinofest.

Dreh mit Tortenwerfen

Am Sonntag stand schon ein langer, aufwändiger Dreh mit Tortenwerfen, Autostunts und vielen Schauspielern in Köln auf dem Plan. Auch in Aachen werden Szenen gedreht. „Oft dauern die Dreharbeiten von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends.“ In jedem Fall wird die schwarze Komödie zunächst im Kino und dann auf DVD ausgewertet, bevor sie im ZDF zu sehen sein wird. Natürlich wäre es Kupczyks Traum, künftig nur noch Spielfilme zu drehen. Aber bis es mal soweit ist, verdient er sein Geld auch als freier Kameramann für den WDR in Dortmund und mit anderen Auftragsarbeiten wie Image- oder Industriefilmen.

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