Realschullehrer lehnen Gemeinschaftsprojekt ab

Sekundarschule

Für die Realschule Brambauer ist das Thema Sekundarschule kein Thema mehr. Das Kollegium lehnt weitere Überlegungen zur Schulgründung gemeinsam mit der Profil-Schule Brambauer ab. Die Politiker im Fachausschuss reagierten überrascht.

LÜNEN

von Von Torsten Storks

, 15.05.2013, 11:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eingang der Realschule Brambauer.

Eingang der Realschule Brambauer.

An dieser Nachricht hatte nicht nur der Schuldezernent sichtlich schwer zu schlucken, diese Nachricht mussten auch die Ausschussmitglieder erstmal verdauen. Ein breites Raunen ging durch den Sitzungsraum in der Hauptschule Wethmar. „Das gibt es doch wohl nicht“, hieß es parteiübergreifend bei den im Ausschuss vertretenden Ratsfraktionen.

Schuldezernent Horst Müller-Baß zeigte sich enttäuscht, dass „er nichts von der Konferenz wusste und nicht dazu eingeladen wurde“. Gleichzeitig versicherte er, dass der Schulträger diese Entscheidung nicht einfach so schlucken werde. „Wir werden und wollen nicht tatenlos zusehen“, erklärte Müller-Baß. Er und der Ausschussvorsitzende Siegfried Störmer (SPD) forderten die Fraktionen auf, sich bis zur nächsten Sitzung im September festzulegen, wann der nächste Anlauf zur Einrichtung einer Sekundarschule in Brambauer unternommen werden solle. Diesem Vorschlag stimmten die Ausschuss-Mitglieder kopfnickend zu. Keine Überlebenschance

  • Die Realschule Brambauer bewegt sich nach Verwaltungsangaben auf dünnem Eis. Wie es heißt, konnte die Schule wegen rückläufiger Anmeldungen nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung Arnsberg zum Schuljahr 2012/13 eine Eingangsklasse einrichten.
  • Gleiches gilt für das kommende Schuljahr 2013/14. Weitere Ausnahmegenehmigungen werde es, so die Verwaltung, laut Bezirksregierung nicht mehr geben.
  • Daher besteht die Gefahr, dass ohne eine Sekundarschule der Stadtteil Brambauer in absehbarer Zeit ohne weiterführende Schule ist.
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