„…rausch geht immer auf deinen nacken“ - sagt die Stadt Lünen

Anti-Drogen-Kampagne

Die Stadt Lünen hat eine Kampagne gestartet, die Jugendliche auf die Risiken von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen aufmerksam machen soll. Dabei bediene sie sich „gängiger Jugendsprache“.

Lünen

27.04.2019, 15:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
„…rausch geht immer auf deinen nacken“ - sagt die Stadt Lünen

Eine Postkarte der Stadt zur Kampagne "rausch geht immer auf deinen Nacken" © Stadt Lünen

„…rausch geht immer auf deinen nacken“, heißt das Motto des neuen Informationsangebotes, das sich an die rund 2000 Lünerinnen und Lüner zwischen 15 und 17 Jahren richtet. „Das geht auf deinen Nacken“ ist laut Stadt Lünen eine gängige jugendsprachliche Umschreibung für „das geht auf deine Kosten.“

Informationsseite im Internet

Das Angebot besteht aus einer Informationswebsite für Jugendliche. Dort sind Informationen über Alkohol, Tabak und Drogen gesammelt. „Die Seite informiert jugendgerecht zur Wirkungsweise von Rauschmitteln, es gibt Links zu Informationen über die gesundheitlichen Risiken des Drogenkonsums und zu Beratungsangeboten“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Es würden auch die rechtlichen Rahmenbedingungen aufgezeigt, insbesondere gehe es darum, was erlaubt sei und was nicht.

Auf der Seite gibt es außerdem Links zu Präventionsprojekten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die kostenfrei oder mit geringen finanziellen Mitteln in Schulen oder in einem Klassenverband stattfinden könnten. Das Informationsangebot soll in Zukunft noch ausgeweitet werden.

Für das Angebot wird in den 9., 10. und 11. Klassenstufen mit Unterstützung der Schulen geworben. Darüber hinaus werden Jugendliche, die zum 1. Mai die Grillwiese am Cappenberger See besuchen, mit Karten über die Website informiert.

Eine Anti-Drogen-Kampagne mit einem Sternmarsch aller Schulen zum Marktplatz will auch die Stadtschulpflegschaft Lünen (SSPL) starten. Das hatte sie auf ihrer Jahreshauptversammlung im Dezember 2018 angekündigt.

SSPL-Vorsitzende Sylvia Quandt erklärte am Freitag, 26. April, auf Anfrage, dass ursprünglich der 22. Mai für den Sternmarsch vorgesehen gewesen sei. Allerdings seien die Schulleiter nicht mit diesem Termin einverstanden gewesen. „Jetzt hoffen wir, dass wir zur nächsten Schulleiterkonferenz eingeladen werden und einen gemeinsamen Termin für den Herbst 2019 finden“, sagte Quandt.

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