Rauchwolke über Lünen stammt von einem Großbrand in Bochum

Feuerwehreinsatz

Dicke schwarze Rauchwolken hingen am Mittwochnachmittag (14.10.) bedrohlich über Lünen. Die Feuerwehr Lünen hatte aber keinen Einsatz. Dafür hatten Kollegen etwas weiter umso mehr zu tun.

Lünen

, 14.10.2020, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vorne die Straße Dreischfeld, hinten der rätselhafte dunkle Rauch, der zwar über Lünen liegt, aber nicht von dort stammt.

Vorne die Straße Dreischfeld, hinten der rätselhafte dunkle Rauch, der zwar über Lünen liegt, aber nicht von dort stammt. © Sylvia vom Hofe

Die Straße Dreischfeld führt von Lünen-Wethmar zum Schloss Cappenberg - mitten durchs Grüne. Rechts abgeerntete Äcker, links der Cappenberger Wald. Und darüber am Mittwochnachmittag: mächtige, dunkle Qualmwolken. Was brennt?

Aus dem Kühlturm des Trianel-Kraftwerks, das bis Ende August vier Monate wegen einer Reparatur vom Netz war, steigt weißer Rauch. Vom Gelände des Steag-Kraftwerks, das gerade abgerissen wird, gar kein Rauch. Und links daneben gibt es keinen Schlot - er recht nicht mit einem solchen Ausstoß. Der Blick auf den Horizont relativiert die Entfernungen. Denn tatsächlich ist die Quelle des schwarzen Rauchs viel weiter weg.

„Bei uns brennt nichts“, sagte der Mitarbeiter der Feuerwehr Lünen auf Anfrage. Der Nachmittag sei ruhig. In Bochum haben die Feuerwehrleute dagegen alle Hände voll zu tun - seit Mittwoch, 16.40 Uhr.

Bei einem Schotthändler in Bochum-Gerthe sind 50 Autos in Brand geraten: ein Großeinsatz für die Feuerwehr. Der Brand, dessen Ursache noch unbekannt ist, führt zu einer starken Rauchentwicklung. An die Anwohner hatten die Rettungskräfte deshalb appelliert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Über Dortmund - und damit auch über Lünen - sieht die Rauchsäule immer noch mächtig aus.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt