Wenn der Corona-Test positiv ist und man in Quarantäne muss, braucht man Helfer, die sich ums Einkaufen kümmern. © picture alliance/dpa
Corona-Krise

Quarantäne wegen Corona: Telefon-Kontakte und Hilfen beim Einkaufen in Lünen

Die Corona-Krise bringt Probleme mit sich, die man vorher nicht kannte. Wer hilft Menschen, die alleine leben und in Quarantäne müssen? Da gibt es in Lünen einige Möglichkeiten.

Wenn der Quarantäne-Bescheid ins Haus kommt, müssen die Betroffenen erst einmal ihren Alltag irgendwie organisieren. Freunde und Verwandte, die nicht selbst in Quarantäne müssen, könnten Einkäufe erledigen oder Rezepte vom Arzt holen. Was ist aber, wenn diese Möglichkeit nicht besteht?

„Eine zentralisierte Stelle für derartige Fälle gibt es nicht“, sagt Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage. Allerdings nehme man bei der Stadt selbstverständlich wahr, dass es in Lünen viele ehrenamtliche Initiativen gibt und auch schon beim ersten Lockdown im Frühjahr gab.

Spangardt: „Im März hatte beispielsweise ein Unternehmen in Brambauer seine Azubis abgeordnet, um Menschen bei Alltagsaufgaben wie dem Einkaufen zu helfen.“ Dazu kämen auch noch Initiativen von Organisationen wie dem Caritas-Verband, der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), von Parteien, Kirchen- und Moscheegemeinden. Darüber hinaus gebe es auch Nachbarschaftshilfen. „Für solches Engagement ist die Stadt sehr dankbar“, sagt der Stadtsprecher.

Telefon-Kontakte und Einkaufshilfen

Wenn ältere Menschen betroffen sind, die ja zur Risikogruppe gehören, und sie in Lünen keine Angehörigen haben oder nur Bekannte, die im selben Alter sind, können sie auf Hilfsangebote speziell für Senioren zurückgreifen. Diese hat die Stadt schon im Frühjahr beim ersten Lockdown gesammelt und stellt die Liste sowohl im Internet unter www.luenen.de zur Verfügung. Aber auch in ausgedruckter Form gibt es sie.

Da geht es um soziale Kontakte per Telefon, die gerade in diesen Zeiten wichtig sind. Es finden sich dort mehrere Ansprechpartner, die ein offenes Ohr für Senioren haben. Es geht aber auch um Angebote, beim Einkaufen oder anderen kleineren Besorgungen zu helfen.

Eine weitere Zielgruppe für Hilfen im Alltag gerade wenn es um Quarantäne geht, sind Geflüchtete, die in Lünen keine Verwandten oder Freunde haben, die ihnen beispielsweise beim Einkaufen helfen können, oder aber, wenn Freunde und Verwandte sich selbst in Quarantäne begeben müssen. Spangardt: „Dann springt unsere Sozialbetreuung ein, die sich auch generell um die geflüchteten Menschen kümmert.“

Lieferservice aller Art

Gastronomische oder auch andere Lieferdienste jeglicher Art sammelt die Stadt Lünen unter dem Stichwort „Lünen bringt’s“ im Internet unter www.luenen.de/luenenbringts. Aufgeteilt in verschiedene Stadtteile sind dort sowohl Gastronomie als auch Einzelhandel der verschiedensten Art zu finden mit Telefonnummer, Angeboten, Mailadresse und Internetseite. Geschäftsleute können sich, so Spangardt, auf dieser Plattform kostenlos anmelden.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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