Prozess gegen Serieneinbrecher: „Das ganze Heim wusste, dass sie Einbrecher waren“

Tatorte auch in Brambauer

Im Prozess gegen den „Bohrloch-Einbrecher“, der auch in Brambauer aktiv gewesen sein soll, ist enthüllt worden, wie die Polizei erstmals auf die Spur der Täter gekommen ist.

Bochum/Lünen/Dortmund

, 23.05.2019, 12:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Angeklagte beim Prozessauftakt vor der 12. Strafkammer am Bochumer Landgericht.

Der Angeklagte beim Prozessauftakt vor der 12. Strafkammer am Bochumer Landgericht. © Werner von Braunschweig

Mit der Vernehmung einer Polizeibeamtin der polizeilichen Ermittlungsgruppe „Drill“ ist der Prozess um die Serie von Bohrlocheinbrüchen in Brambauer, Dortmund und Umgebung fortgesetzt worden. Es waren Funk-Spuren von gestohlenen Handys, die die Polizei erstmals zu einer Asylbewerberunterkunft in Waltrop gelenkt hatten.

„Die Geräte aus dem Diebesgut konnten noch bis zu dem Flüchtlingsheim verfolgt werden“, erinnerte sich eine Kriminalbeamtin als Zeugin am Bochumer Landgericht. Bei einer anschließenden Razzia in der Waltroper Asylbewerberunterkunft konnten damals tatsächlich noch zahlreiche Beutestücke aus vorherigen Einbrüchen sichergestellt werden.

Für 50 Euro gekauft

Der Benutzer eines georteten Handys aus einem Coup in Brambauer hatte gegenüber der Polizei dann auch sofort Auskunft gegeben. „Der Mann hat uns erklärt, dass er das Handy für 50 Euro von einem Mitbewohner gekauft hat“, sagte die Polizistin. An den jetzt Angeklagten, der damals gemeinsam mit seinem Cousin illegal in dem Heim übernachtet hatte, hatte der Handy-Besitzer noch eine Erinnerung. „Das ganze Heim wusste, dass die beiden Einbrecher waren.“

In Brambauer waren Wohnhäuser an der Elsa-Brändström-Straße, der Friedhofstraße und der Lorenzstraße von der Einbruchsserie betroffen. Der Angeklagte ist geständig.

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