Protest angemeldet: Gegenwind für sogenannte Grundgesetz-Demo in Lünen

Corona-Demo in Lünen

Die sechste sogenannte „Meditation für das Grundgesetz“ in Lünen steht an. Zuletzt redete hier unter anderem ausführlich ein Vertreter der rechtsextremen AfD. Gegenprotest formiert sich.

Lünen

, 12.06.2020, 12:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
So sah es bei einer vergangenen "Meditation" aus.

So sah es bei einer vergangenen "Meditation" aus. © Storks (A)

Seit sechs Wochen treffen sich 20 bis 50 Menschen samstags um 15.30 Uhr zur sogenannten „Meditation für das Grundgesetz“ auf dem Marktplatz in Lünen. Auch für kommenden Samstag ist eine solche Veranstaltung angemeldet. Zuletzt redete dort ausführlich ein Vertreter der AfD, der als einziger einem Aufruf zum Gespräch an alle Parteien gefolgt war.

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Für 30-40 Personen ist die Veranstaltung auch für Samstag (13.6.) angemeldet, bestätigt die Polizei. Zum ersten Mal wird es am Samstag wohl auch eine größere Gegenveranstaltung geben. Die Lüner Studentinnen Teresa Kleine-Frauns und Emely Otto haben den Protest „Mit Abstand und Anstand gegen Verschwörungstheorien und Rechtsextremismus“ nach eigener Aussage angemeldet, angegeben worden sei eine Teilnehmerzahl von 30 Personen. „Der Gegenprotest ist eine Privatinitiative und soll keine einer Partei zuzuordnende Veranstaltung sein“, schreiben die beiden.

„Stiller Protest“ - mit einer Ausnahme

Es solle ein stiller Protest werden unter Einhaltung aller Hygieneregeln. Aber: „Sollten bei der Meditationsdemo, die für die gleiche Zeit angemeldet ist, wieder menschenverachtende Wortbeiträge zugelassen werden, bitten wir alle Teilnehmenden, den stillen Protest zu beenden und in einen lauten Protest überzugehen.“

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