Premierenfieber: Warum sich im November alle Augen auf Lünen richten

dzMeinung am Mittwoch

Warum Lünen im November im Ausnahmezustand ist, darüber macht sich Gastautorin Marie Hirschberg Gedanken. Denn plötzlich geben sich hier Stars und Sternchen die Klinke in die Hand.

von Marie Hirschberg

Lünen

, 06.11.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Freitagabend. Gerade noch den Trailer im Internet, auf YouTube gesehen und direkt die Karten bestellt. Leckeres Popcorn, nettes Personal und das schönste Kino in unserem Umkreis. Die Cineworld Lünen ist ein Kino, in dem wirklich das Rundum-Paket stimmt. Vor allem das wirklich nette Personal macht den Besuch, ab dem ersten Augenblick zu einem tollen Erlebnis.

Premierenfieber: Warum sich im November alle Augen auf Lünen richten

Gastautorin Marie Hirschberg. © Quiring-Lategahn

Gastautorin Marie Hirschberg ist Studentin und ausgezeichnet mit dem Förderpreis Kultur der Stadt Lünen

Pünktlich zum Kinofestival, das wirklich ein großes und besonderes Fest für Lünen ist, fällt einem auf, was für ein Luxus es doch ist, ein Kino in Lünen zu haben und dann auch noch so ein schönes mit so vielen Highlights. Egal ob mit der Schule eine Doku, mit der besten Freundin einen Liebesfilm in der „Ladies-Night“ oder an einem anderen Abend ein „Herr der Ringe“-Marathon: Alles was das Herz begehrt. Und das direkt vor unseren Haustüren.

Besonders das Kinofestival. Deutsche Schauspieler, internationale Regisseure. Die Möglichkeit, einmal im Jahr Filmluft zu schnuppern und das Premierenfieber zu erleben. Ein Highlight, auf das die Stadt Lünen sehr stolz sein kann. Ein Event, das überegionale Bedeutung gefunden hat.

Projekte aus der Region sind besonders schön

Doch für mich ist es besonders schön, wenn Projekte aus der Region gefördert und gezeigt werden. Dabei erinnere ich mich noch an den Film „Die Kinder der Turnstunde“, der sich mit dem Schicksal der jüdischen Mitbürger in Lünen, während des Nationalsozialismus auseinandersetzt.

Der Film berührt mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich ihn mir ansehe. Ein Stückchen Geschichte für jedermann. Dieser Film führt einem erst einmal vor Augen, wie nah wir in Lünen mit der Zeit in Verbindung stehen. Und warum wir nicht ohne Grund ein Denkmal für die verstorbenen Juden aus Lünen an der Lippe haben.

Dann gibt es die wirklich spannenden Krimis der „Filmcrew-Lünen“, bei denen so viele Lüner Mitbürger mitwirken und wirklich großartige Arbeit leisten. All diese Projekte und Künstler zeigen, dass auch Lünen an sich viel fürs Kino zu liefern hat und man die Kreativität eines Lüners niemals unterschätzen sollte.

Gute Besucherzahlen

Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn ein neues Projekt eines Lüners erscheint und ich es mir ansehen kann. Anscheinend geht es mir aber nicht alleine so, die Besucherzahlen des Kinofestivals sind jedes Jahr super. Eine Zeit im Jahr in dem der Lüner noch lieber ins Kino geht. Eine Zeit, in der unser Kino als Hotspot erstrahlt. Eine Zeit, in der ich nur darauf warte, dass es wieder heißt „Vorhang auf, Film ab“!

An dieser Stelle schreiben jeden Mittwoch im Wechsel unsere Gastautoren. Es sind:
  • Kira Engel, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Horstmar-Preußen
  • Maren Feldmann, Geschäftsführerin Küchen Schmidt
  • Marie Hirschberg, Studentin, ausgezeichnet mit dem Förderpreis Kultur der Stadt Lünen
  • Heinz Werner Kleine, Chemielaborant und Kunstsammler
  • Björn Schreiter, Architekt
  • Kevin Tigges, Studienreferendar und Akteur bei der „Abgedreht! Filmcrew“
Lesen Sie jetzt