Premiere gelungen: Anschauliches Fehlverhalten beim Sicherheitsspaziergang in Brambauer

Polizei

Es war ein Experiment - in Brambauer trafen sich Senioren mit der Polizei, um an besonders gefährlichen Stellen Fußgänger-Fehler zu beleuchten. Das Ergebnis macht Mut.

Brambauer

, 06.11.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Premiere gelungen: Anschauliches Fehlverhalten beim Sicherheitsspaziergang in Brambauer

Rainer Strehl (2.v.r.), Verkehrssicherheitsberater der Polizei, begleitete die Senioren in Brambauer und machten sie auf gefährliche Fehler aufmerksam. © Goebel

Es waren sehr unterschiedliche Teilnehmer, die bei dem ersten Sicherheitsspaziergang dabei waren. Zwischen Ende 50 und über 80 Jahre alt, sowohl Radfahrer als auch „reine Fußgänger“ und Menschen, die sowohl per Rad als auch zu Fuß unterwegs sind und auch zwei Rollator-Nutzer.

Die Idee, an drei bestimmten Stellen in Brambauer zu zeigen, wie gefährlich falsches Verhalten als Radfahrer oder Fußgänger ist, hatten Annette Goebel, Koordinatorin für Altenarbeit der Stadt, und Rainer Strehl, Verkehrssicherheitsberater der Polizei. Beide leiteten, zusammen mit Bezirksbeamten Jörg Möllmann, den Spaziergang.

Weniger ist besser

„Wir wollen das Ganze auf jeden Fall wiederholen“, so die einhellige Meinung der beiden Ideengeber. Ursprünglich hatten sie die Zahl der Besucher auf 30 begrenzt. Erschienen waren dann aber „nur“ 15.

Und das war, wie sich herausstellte, gut so. „Wären es mehr gewesen, dann hätten nicht alle alles mitbekommen“, so Strehl. Und deshalb, sagt Annette Goebel, werde man die Teilnehmerzahl auch bei höchstens 15 belassen. „Dann lieber mehrere Termine mit kleineren Gruppen“, so die Koordinatorin für Altenarbeit.

Man habe aus dem ersten Termin einiges gelernt, aber die Idee, mit Menschen durch ihren Stadtteil zu gehen, an den nicht ungefährlichen Stellen ins Gespräch zu kommen, habe funktioniert. „Klar ist, wir haben uns genau die richtigen Stellen ausgesucht. Denn wie sich zeigte, gibt es immer Leute, die Fehler machen - an allen drei Stellen“, so Annette Goebel.

Falsches Verhalten von Fußgängern und Radfahrern

An diesen Stellen war die Gruppe unterwegs: Querungshilfe an der Waltroper Straße in Höhe von Foto Jacobzig, Überquerungsmöglichkeit an der Königsheide in Höhe der Streich-Apotheke zum Verkehrshof und Richtung Marktplatz sowie

Zebrastreifen am evangelischen Gemeindehaus Königsheide.

„Die Teilnehmer haben anhand des falschen Verhaltens von Fußgängern und Radfahrer, das überall zu sehen war, einiges gelernt“, so Annette Goebel. Radfahrer fuhren auf der falschen Seite, Fußgänger spazierten 20 Meter von der Ampel entfernt über eine viel befahrene Straße.

Dass die Zahl der Teilnehmer bei 15 bleiben wird, hat mehrere Gründe. Goebel: „Man muss so schon laut gegen den Verkehr anreden und man blockiert auch mit einer Gruppe den Fußgängerbereich. Das wäre mit 30 Leuten gar nicht gegangen.“

Sie würde sogar beim nächsten Mal - vielleicht auch in einem anderen Stadtteil - auch höchstens zehn Teilnehmer gehen, „und dann lieber zwei Termine machen.“ Die Teilnehmer seien Multiplikatoren, die ihre Erlebnisse dann auch weitergeben.

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