Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Lünen ist wieder gesunken. © dpa
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Polizei: Zahl der Wohnungseinbrüche in Lünen ist wieder gesunken

Eine gute Nachricht kommt von der Polizei - die Zahl der Einbrüche ist in Lünen weiter gesunken. Dieser positive Trend zeigt sich auch in Dortmund und ganz Nordrhein-Westfalen.

Wie in den Jahren zuvor sinkt die Zahl der Wohnungseinbrüche auch in Dortmund und Lünen weiter. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass die Fallzahlen in der 600.000-Einwohner-Stadt Dortmund zwischen Januar und Oktober in der Summe erstmals nur noch dreistelllig waren. Positiv ist die Entwicklung auch in Lünen, wo mehr als 86.000 Menschen leben.

NRW-weit ist die Zahl um sechs Prozent auf rund 22.000 Taten gesunken. Im Bereich des Polizeipräsidiums Dortmund fällt der Trend im Vergleich zum Oktober 2019/2020 noch deutlicher aus: In Dortmund liegt der Rückgang bei 20,53 und in Lünen sogar bei 26,88 Prozent. Waren es in Lünen – jeweils Januar bis Oktober – noch im Jahr 2015 289 angezeigte Einbrüche, stieg die Zahl ein Jahr später sogar auf 305. 2017 waren es dann wieder erheblich weniger Einbrüche, nämlich 153. 2018 stieg die Zahl der Einbrüche dann wieder auf 177 in Lünen. 2019 waren es 93 und von Januar bis Oktober dieses Jahres verzeichnete die Polizei in Lünen 68 Einbrüche.

Mehrere Gründe für den Rückgang

Aus Sicht der Polizei gibt es nicht den einen Grund für den Rückgang, sondern mehrere Faktoren greifen ineinander:

  • Die Kriminalpolizei arbeitet weiter u.a. in der schlagkräftigen Struktur einer Ermittlungskommission und richtet dabei den Fokus auf die Bandenkriminalität. Das erhöht den Druck auf Kriminelle und führt zu Ermittlungserfolgen.
  • Die 2017 vom Deutschen Bundestag beschlossene Veränderung des Strafgesetzbuchs droht höhere Strafen für dieses Verbrechen an. Die Mindeststrafe liegt jetzt bei einem Jahr Haft und nicht mehr bei drei Monaten.
  • Haus- und Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter sichern Türen und Fenster besser. Damit ist der mechanische Widerstand größer – so steigen der Arbeitsaufwand und das Entdeckungsrisiko der Täter.
  • Von Bedeutung ist auch die Pandemie: Viele Beschäftigte nutzen Haus und Wohnung teilweise über Monate als Homeoffice, sodass die Tatobjekte bewohnt sind und damit für Einbrecher als „Arbeitsplatz“ zu gefährlich sind.

Polizeipräsident Gregor Lange sagt dazu: „Die Zahlen verlaufen ausgesprochen positiv. Aber wir dürfen nicht locker lassen: In zu vielen Häusern und Wohnungen haben die Täter noch leichtes Spiel, weil Haustüren offen stehen oder Fenster und Wohnungstüren nicht gut gesichert sind. Deshalb sind die kostenlosen Beratungsangebote der Kriminalpolizei immer noch topaktuell. Insgesamt 877 Einbrüche in Dortmund und Lünen sind 877 Einbrüche zu viel.“

Die Beratungsstelle der Dortmunder Kriminalpolizei informiert kostenlos über den Schutz vor Einbrechern. Kontakt: Tel. (0231) 132 7950.

Einbruchsradar in einer App

Neu ist eine Smartphone-App mit einem „Einbruchsradar“, der vergangene Tatorte aus den Wohnbezirken anzeigt und auch Einbruchs-Prognosen erstellt. Datenbasis dafür ist eine landesweit und auch beim Polizeipräsidium Dortmund bereits genutzte Software. Sie heißt „Skala“ – die Abkürzung für „System zur Kriminalitätsanalyse und Lageantizipation.“ Vom Landeskriminalamt aufbereitete lokale Prognosedaten stehen den Bürgerinnen und Bürgern nun digital zur Verfügung – erstmals ab dem 30. November 2020. Dortmund ist eine von 16 NRW-Städten, in denen diese Tatort-Daten dann abrufbar sind.

Auch Präventionstipps

Wer im App-Store oder bei Google Play sucht, wird mit den Begriffen „Katwarn“ und „Mehrwetter“ fündig. Dort sind dann nicht nur die Tatorte zu sehen, sondern auch Präventionstipps.

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