Silvia und Marco Wilke vor ihrer "Pirates Cocktailbar Lünen". Das Foto entstand im vergangenen Jahr, kurz vor der Eröffnung. © Britta Linnhoff (Archiv)
Cocktailbar

Pirates Cocktailbar in Lünen wird ein Jahr: Geburtstag ohne Party

Die Pirates Cocktailbar ist am 1. Februar ein Jahr alt geworden. Am Tag der Eröffnung war von Corona noch wenig in Deutschland zu merken. Ein Rückblick auf ein ungewöhnliches Jahr.

Als Silvia und Marco Wilke am 1. Februar 2020 die Pirates Cocktailbar in der Kurt-Schumacher-Straße in Lünen eröffneten, hatten die Wörter Lockdown oder Inzidenzwert im Vokabular der meisten Deutschen noch keinen Platz. „Bei der Eröffnung war der Laden gut besucht“, sagt Marco Wilke. Und feiern und Cocktails trinken, das ging ohne Mindestabstand, Kontaktliste und ohne Mund-Nasen-Schutz. Was auf sie in diesem 1. Jahr nach der Neu-Eröffnung zukommt, konnten die Wilkes also beim besten Willen nicht wissen.

Die Nachrichten-Agentur dpa meldet für den 3. Februar 2020, einen Montag, dass sich das Coronavirus in China immer stärker verbreite. Für Deutschland sind zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwölf Fälle bekannt. Anderthalb Monat später hat das Virus Deutschland dann so richtig erreicht, Mitte März geht es in den ersten Lockdown.

Cocktail-Taxi als Angebot für die Kundinnen und Kunden

„Das war der Urknall“, sagt Marco Wilke, ein Urknall, eher im negativen Sinne. Etwa drei Monate haben die Gastronomien und Kneipen geschlossen, bis es weitergehen kann. Die Wilkes fangen irgendwann während des ersten Lockdowns mit einem Cocktailtaxi an. Eine Idee, die sie aus Selm kennen und die ihnen auch gefällt. „Das haben die Leute auch gut angenommen“ sagt Wilke. Das Cocktailtaxi gibt es auch im zweiten Lockdown – und wahrscheinlich sogar danach. „Wir können uns auch vorstellen, das Taxi noch ein bisschen zu machen, wenn der Lockdown beendet ist“, sagt Wilke.

Noch sei ja vieles unklar. Zum einen, wann der Lockdown vorbei ist, aber auch, unter welchen Bedingungen Kneipen und Bars dann wieder öffnen und ob sich die Menschen überhaupt schon wieder auf einen gemütlichen Abend in der Kneipe einlassen möchten. „Wir müssen mal gucken, wie es weitergeht“, sagt Marco Wilke. „Ich kann mir vorstellen, dass wir bis zum Ende des Jahres noch zu kämpfen haben“, sagt er. Und meint damit das Zurückholen der Gäste in die Bar. Der zweite Lockdown, so erzählt er, sei schon schwieriger, als der erste. Wegen der vielen Fälle, aber auch, weil Kneipen im Gegensatz zu Restaurants eben ihr Gut nicht ganz so einfach to Go anbieten können.

Was sich Wilke am meisten wünscht, für die Zeit nach Corona? „Eigentlich, dass wir wieder Party machen können wie gewohnt“, sagt Wilke. Dass einfach alles so ist, wie vor der Pandemie.

Cocktails to Go:

gibt es von Freitag bis Sonntag zum selber Abholen. Unter der Tel. 01744028074 oder 023069798606 können die Cocktails vorbestellt werden, ab 17.30 Uhr kann man sie sich liefern lassen.

Über die Autorin
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Ich bin neugierig. Auf Menschen und ihre Geschichten. Deshalb bin ich Journalistin geworden und habe zuvor Kulturwissenschaften, Journalistik und Soziologie studiert. Ich selbst bin Exil-Sauerländerin, Dortmund-Wohnerin und Münsterland-Kennenlernerin.
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Sabine Geschwinder

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