Pfingsten in Lünen: Liegeverbot im Seepark bleibt, Badeverbot im Gespräch

Corona-Krise

Das Pfingstwochenende steht bevor und es soll sonnig und trocken werden. Die Stadt erinnert deshalb an das Liegeverbot. Auch ein Badeverbot ist denkbar - unter bestimmten Voraussetzungen.

Lünen

28.05.2020, 17:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Menschen zog es bei schönen Wetter schon zu Vatertag in den Seepark. Jetzt bereitet die Stadt sich auf das Pfingstwochenende vor.

Viele Menschen zog es bei schönen Wetter schon zu Vatertag in den Seepark. Jetzt bereitet die Stadt sich auf das Pfingstwochenende vor. © Leuschner

Nach dem langen Wochenende ist vor dem langen Wochenende: Das gute Wetter an Christi Himmelfahrt (21. Mai) hatte zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Seepark gelockt und auch für das Pfingstwochenende erwartet die Stadt Lünen wieder ein hohes Besucheraufkommen im Park.

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen am „Vatertag“ erhält die Stadtverwaltung das sogenannte Niederlassungsverbot im Seepark aufrecht. Das bedeutet, dass die Besucherinnen und Besucher sich auf den Freiflächen nicht hinsetzen oder hinlegen dürfen. Damit will die Stadt der Ausbreitung des Coronavirus vorbeugen.

Einhaltung einfacher zu kontrollieren

„Je mehr Besucherinnen und Besucher im Seepark sitzen, desto schwieriger wird es aus unserer Sicht, das Abstandsgebot einzuhalten. Das Niederlassungsverbot macht Verstöße gegen das Abstandsgebot – unabsichtliche oder absichtliche – unwahrscheinlicher“, sagte Benedikt Spangardt, Pressesprecher der Stadtverwaltung, in einer Mitteilung der Stadt. Außerdem sei die Einhaltung des Sitz- und Liegeverbots für die im Park eingesetzten Ordnungskräfte einfacher zu kontrollieren als der individuelle Abstand zwischen zwei Personen, so der Sprecher weiter.

Bis zu zehn Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes sowie Kräfte des Ordnungsamts und der Polizei waren demnach an Christi Himmelfahrt gleichzeitig vor Ort. Auch am Pfingstwochenende werden wieder zahlreiche Kräfte im Seepark im Einsatz sein. Die Stadt will die Entwicklungen genau beobachten. Für den Fall, dass es zu Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung kommt, behält sie sich weitere Maßnahmen vor. Eine davon wäre, das Baden im Horstmarer See zu untersagen. Bevor darüber entschieden wird, wolle die Verwaltung allerdings die Sitzung des Sportausschusses abwarten, teilte Spangardt mit. Dort soll am Mittwoch (3. Juni) über die Öffnung des Freibades am Cappenberger See entschieden werden.

Im Schwimmbad wäre der Betrieb geregelt

Wenn das Freibad öffnen kann, wird die Verwaltung das Badeverbot im Horstmarer See ernsthaft in Erwägung ziehen. Bei den Überlegungen spielt laut Spangardt eine Rolle, dass die Stadt nach Möglichkeit für warme Tage eine Badegelegenheit im Stadtgebiet vorhalten will: „Wir sind uns als Stadt darüber im Klaren, dass wir in der Verantwortung sind, im Sommer und gerade zur Ferienzeit für ein Schwimmangebot zu sorgen.“ Aus Sicht der Stadt solle dieses Angebot zu Corona-Zeiten aber unbedingt das Freibad sein. „Der wichtige Unterschied zum See ist: Im Freibad ist der Betrieb geregelt, die Schutzstandards werden kontrolliert und durch eine namentliche Registrierung können im Infektionsfall Verbreitungswege nachvollzogen werden. Das sind alles Dinge, die am Horstmarer See nicht umzusetzen wären“, so der Sprecher der Stadtverwaltung.

Auch wenn sich der Ausschuss gegen eine Freibad-Öffnung ausspricht, will die Stadt kritisch beobachten, wie sich die Lage im Seepark entwickelt. Ein Badeverbot im Horstmarer See sei auch dann keinesfalls ausgeschlossen, hieß es von der Stadtverwaltung.

Baden nur noch gegen Eintritt?

Ob das dann bedeuten würde, dass die letzte kostenfreie Bademöglichkeit in Lünen entfällt und noch noch Baden gegen Eintrittsgeld möglich ist, dazu machte die Stadt auf Anfrage keine Angaben. Die genauen Modalitäten müssten in dem Falle noch erarbeitet werden.

Die Verwaltung weist außerdem darauf hin, dass auch im Umfeld des Seeparks wieder verstärkt kontrolliert wird. Dort nimmt die Stadt insbesondere Falschparkerinnen und Falschparker ins Visier. Alleine an Christi Himmelfahrt stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Angaben der Stadt über 50 „Knöllchen“ aus. In den Wohngebieten im direkten Umfeld des Seeparks ist das Parken von Mai bis September nur mit einem Anwohner-Parkausweis erlaubt.

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