Amtsgericht

Parfüm-Diebstahl: Angeklagter liefert eigene Version der Vorfälle

Ein Faible für Parfüm scheint ein junger Mann aus Dortmund zu haben. Jedoch kauft er sich die Düfte nicht, sondern versucht sie zu stehlen. Deshalb stand er nun vor dem Lüner Amtsgericht.
Parfüm wollte ein 25-Jähriger gerne besitzen, aber nichts dafür bezahlen. Diebstähle brachten ihn nun vor Gericht. © picture alliance / dpa

Gleich zwei Mal versuchte sich ein 25-Jähriger in Lünen und Umgebung offenbar als Parfüm-Dieb – und scheiterte kläglich. Vor Gericht lieferte er nun seine ganz eigene Version der Vorfälle – und sorgte damit für zusätzlichen Aufklärungsbedarf.

Am 3. Juli, so der erste Vorwurf, steckte der junge Mann in einem Lüner Kaufhaus fünf Flakons der Marken Gucci, Armani und Givenchy im Wert von über 500 Euro ein und versuchte, das Geschäft zu verlassen. Exakt zwei Monate später der nächste Vorfall: Laut Anklage ließ er in einer Dortmunder Drogerie ein Parfüm für knapp 60 Euro verschwinden – und wurde erneut ertappt.

Mit diesen Vorwürfen wurde der 25-Jährige aus Dortmund nun vor dem Amtsgericht konfrontiert. Er dachte gar nicht daran, die Vorwürfe in vollem Umfang zu bestätigen. In Lünen habe er nur zwei Flaschen Parfüm geklaut und nicht fünf. Genommen habe er die Flakons für sich selbst, weil ihm die Parfüms gefallen hätten. Und bei der Sache in Dortmund habe er gar nicht stehlen wollen. Da habe er nur eine neue Flasche ausgepackt, um daran zu schnuppern. Und das, so habe ihm der Mann von der Security gesagt, sei verboten.

Nach der Einlassung stand fest, dass das Gericht ohne Befragung der Detektive nicht auskommen würde. Mit ihnen im Zeugenstand wird das Verfahren im Februar neu aufgerollt. sam

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