Neue Schilder zeigen auf einem Blick, welche Regeln jetzt in der Lüner Innenstadt gelten. © Marie Rademacher

Ostern im Lockdown: Was ist erlaubt in Lünen und was verboten?

Wie war das noch mal mit dem Bratwurst-Radius? Und benötigen Gottesdienstbesucher einen negativen Corona-Test? Zurzeit ist es schwer, den Überblick zu behalten. Diese Regeln gelten in Lünen.

Das zweite Osterfest im Lockdown steht Lünen bevor. Die Regeln haben sich aber seit Ostern 2020 an vielen Stellen geändert. Was ist aktuell erlaubt, und was ist verboten? Wir haben das zusammengefasst.

Wenn ich mir an der Eisdiele ein Eis kaufe. Wo darf ich es essen?

Zumindest nicht direkt an der Eisdiele. Nach wie vor findet sich in der Coronaschutzverordnung der Bratwurstradius, der auch für Eis gilt: „Der Verzehr von Speisen und Getränken ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung, in der die Speisen oder Getränke gekauft wurden, untersagt.“ Darüber hinaus eigentlich auch, wenn es sich um einen Maskenpflichtbereich handelt. Das Ordnungsamt ist aber nicht päpstlicher als der Papst: „Wer die Maske kurz absetzt, um eine Kleinigkeit zu essen, muss in der Regel kein Bußgeld befürchten“, sagt Alexander Dziedeck, der Sprecher der Stadt.

Wo gilt denn noch gleich das Maskengebot: nur in der Lüner City?

Nein, nicht nur da. In der Zeit von 8 bis 19 Uhr besteht Maskenpflicht auch am Busbahnhof und auf der Münsterstraße zwischen der Kurt-Schumacher-Straße und der Zwolle Allee. In Brambauer müssen die Menschen rund um den Marktplatz Masken tragen sowie auf Teilen der Mengeder Straße und der Waltroper Straße. In Lünen-Süd gilt die Maskenpflicht auf der Jägerstraße zwischen Alsenstraße und Eichendorffstraße sowie im Bereich des Alten Marktplatzes.

Manche scheinen sich in diesen Tagen in der Lüner Fußgängerzone an ihrer Zigarette geradezu festzuhalten, um die Maske unter dem Kinn baumeln lassen zu können. Ist das in Ordnung?

Nein. In Bereichen mit Maskenpflicht ist Rauchen nicht erlaubt. Das hatte das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bereits Ende November klargestellt. „Angemessene Zeiten der Nahrungsaufnahme berechtigen zum vorübergehenden Ablegen der Maske“, sagte ein Sprecher. Rauchen aber nicht.

Gilt die Maskenpflicht auch auf Spielplätzen außerhalb dieser Bereiche?

Allerdings. Anders als vor einem Jahr sind die Lüner Spielplätze nicht geschlossen – und das schon seit dem 7. Mai 2020 nicht mehr. Eltern und Kinder ab sechs Jahre müssen allerdings eine Maske tragen. Denn beim Spielen ist der Mindestabstand von 1,50 Metern schlecht einzuhalten.Und was ist mit Skateplatz, Bikepark und den Lüner Parks?

Das ist unterschiedlich. Die Skateanlage auf dem Parkplatz am Heinz-Hilpert-Theater ist geschlossen. Der Bikepark auf der Halde in Gahmen ist allerdings frei zugänglich. Für die Halden städtischen Parks gibt es keine Einschränkungen außer den Abstandsgeboten.

Apropos Fahrradfahren. Gelten dafür besondere Regeln?

Nein. Fahrradfahrer müssen ebenso Maske tragen wie Fußgänger. Und für sie gelten auch dieselben Kontaktregeln: zwei Haushalte mit bis zu fünf Personen – mehr nicht. Wer braucht einen negativen Corona-Test in Lünen?Jeder, der nicht nur Lebensmittel einkaufen gehen möchte. Beim Friseurbesuch ist ein aktueller Test nicht notwendig, bei anderen körpernahen Dienstleistungen wie Nagelstudio oder Piercing schon. Gottesdienstbesucher brauchen auch keinen Test, aber sie müssen sich anmelden.

Es gab schon die ersten abgehärteten Badegäste im Horstmarer See. Ist das Baden dort überhaupt erlaubt?

Alexander Dziedeck von der Stadt macht es kurz: „Ja!“ Im Sommer war das anders. Aber bei einstelligen Wassertemperaturen sieht die Stadt offenbar keine Gefahr für eine Massenbewegung.

Darf ich da ein Picknick auf der grünen Wiese machen – zumindest wenn alle Teilnehmer in meinem eigenen Haushalt leben?

Auch da ist die Antwort kurz und bündig: Ja.

Das Grillen ist allerdings nur auf ausgewiesenen Grillplätzen unabhängig von Corona zulässig.

Über die Autorin
Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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Sylvia vom Hofe