Das Gebäudeensemble von Omi´s Restaurant und Omi´s Schnapshaus soll abgerissen werden. Das Projekt hat sich weiter verzögert. © Peter Fiedler (A)
Neubauprojekt

Omi´s Schnapshaus in Lünen: Abschiedsparty geplant vor dem Abriss

An der Kultkneipe „Omi´s Schnapshaus“ tut sich nichts. Wieder verschiebt sich der Abriss. Vorher soll es aber für die frühere Legende des Lüner Nachtlebens eine große Abschiedsparty geben.

Still geworden ist es um das Neubau-Projekt auf dem Grundstück von „Omi´s Schnapshaus“. Der Abriss war zunächst für Anfang des Jahres angekündigt, dann für den Sommer. Jetzt wird es erst im kommenden Jahr soweit sein.

Früher war die Gartenstraße 29 im Herzen der City eine angesagte Partyadresse. Viele Lüner erinnern sich hier an ihr erstes Date oder Feiern bis in tief in die Nacht. Stimmung kam dort auch im Karneval auf. Omi´s Schnapshaus war Kult in Lünen. Doch dann häuften sich auf einmal die Beschwerden der Nachbarn über laute Musik und Partygäste. Vor vier Jahren wurde das letzte Bier gezapft. Seitdem ist Omi´s Schnapshaus Geschichte.

Slobodan Koprivica hatte zuletzt Omi´s Schnapshaus und das benachbarte Omi´s Restaurant geführt. Gemeinsam mit seinem Sohn Alexander Ruscher hat er neue Pläne: Er will an gleicher Stelle bauen. Zwölf barrierefreie Eigentumswohnungen sollen im Schatten der St. Marienkirche und unweit der Lippe in bester City-Lage entstehen. Sie sind zwischen 65 und 90 Quadratmetern groß, Terrassen und Balkone liegen auf der Seite zum Fluss. Im Erdgeschoss werden die Garagen untergebracht.

Investition von drei Millionen Euro

Etwa drei Millionen Euro soll das Projekt kosten. Abriss- und Baugenehmigungen seien schon da, berichtet Alexander Ruscher. Jetzt nennt er als neuen Abrisstermin den März kommenden Jahres. „Wir gehen das ganz in Ruhe an“, sagt er auf Anfrage der Redaktion. Corona habe für die zeitliche Verzögerung gesorgt. Es gebe aber schon etliche Interessenten für die Wohnungen.

Weil viele Lüner sich gerne an die alten Zeiten in Omi`s Schnapshaus erinnern, plant Alexander Ruscher vor dem Abriss eine Abschiedsparty. „Vielleicht mit Zelt auf dem Parkplatz und mit ehemaliger Bedienung“, sagt er. Noch einmal ordentlich feiern, bevor der Bagger anrollt und das Partylokal endgültig dem Erdboden gleich gemacht wird. Wie sich das genau gestaltet, werde noch überlegt.

Alte Theke jetzt in Omi´s Deele

Das Inventar ist zum Großteil schon raus. Einiges hat Gastronom Alexander Ruscher in „Omi`s Deele“, ehemals Destille, an der Cappenberger Straße übernommen. Dort erinnert die alte Theke an die wilden Zeiten im Schnapshaus. Auch das DJ-Pult und die Wandvertäfelung sind an den neuen Standort umgezogen. Ruscher führt auch die Kneipe „Zum Kamin“ an der Marktstraße. Zwei alte Theken sind noch im Schnapshaus an der Gartenstraße. Sorgen, sie loszuwerden, hat Ruscher nicht.

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Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn

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