Feuerwehr rettet Schwan vorm Ertrinken in der Lippe bei Olfen

Tierische Rettung

Passanten riefen am Samstagmittag die Feuerwehr zu einer tierischen Rettungsmission nach Olfen. Dort drohte ein Schwan in der Lippe zu ertrinken.

Olfen, Selm, Nordkirchen

, 10.04.2021, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Schwan konnte nach einer kurzen Untersuchung bei der Tierärztin wieder freigelassen werden.

Der Schwan konnte nach einer kurzen Untersuchung bei der Tierärztin wieder freigelassen werden. © Freiwillige Feuerwehr Olfen

Die Spaziergänger kamen gerade rechtzeitig vorbei, um das Drama zu beobachten: Ein Schwan wand sich auf dem Wasser der Lippe - mehr über als unter der Wasseroberfläche. Der sonst stolze Wasservogel kämpfte gegen das Ertrinken. Die Spaziergänger verloren keine Zeit, zückten das Handy und riefen Hilfe: 112 - die Feuerwehr.

Gegen 12.25 Uhr eilten Mitglieder des Löschzugs Vinnum der Freiwilligen Feuerwehr Olfen zur Unfallstelle nahe der Kanalbaustelle in Sülsen. Dort, so hatten es die Anrufer beschrieben, würde der Schwan um sein Leben kämpfen. Augenscheinlich habe er sich in einer Schnur verfangen, meinten sie. Als die Feuerwehrleute vor Ort waren, fanden sie aber nichts an der beschriebenen Stelle: weder Schwan noch Schnur. Waren sie zu spät?

Die Männer gaben nicht auf, sondern suchten das Gelände ab: eine gute halbe Stunde lang. Dann entdeckten sie etwa 800 Meter flussaufwärts in Richtung B235 das verunglückte Tier.

Ein Feuerwehrmann sichert den verletzten Schwan im Wasser.

Ein Feuerwehrmann sichert den verletzten Schwan im Wasser. © Freiwillige Feuerwehr Olfen

Ein Feuerwehrmann stieg in das Wasser und sicherte so den Schwan. Zeitgleich wurde Material zur Rettung und zum Transport des Tieres zum Einsatzort gebracht. Dafür bahnten sich die Einsatzkräfte ihren Weg über Wiesen und Weidezäune bis hin zum Ufer.

Angelhaken steckt im Schnabel des Schwans fest

Mit einer Wathose ausgerüstet, stieg ein weiterer Feuerwehrmann in den Fluss und unterstützte den Kollegen, der sich bereits im Wasser befand. Gemeinsam gelang es ihnen, den Schwan zu fassen und an Land zu bringen. Dort setzten sie ihn in eine Transportbox. Damit ging es schnell zu einer Tierärztin.

Bei der Tierärztin wurde der Schwan von dem Angelhaken und der zugehörigen Schnur befreit.

Bei der Tierärztin wurde der Schwan von dem Angelhaken und der zugehörigen Schnur befreit. © Freiwillige Feuerwehr Olfen

Nach einer kurzen Untersuchung stellte diese fest, dass sich ein Angelhaken im Schnabel des Schwans verfangen hatte. Der Rest der Angelleine hatte sich mehrfach um die Füße des Vogels gewickelt: eine tödliche Falle, aus der er sich nicht selbst hätte befreien können.

Die Ärztin befreite den Schwan von Schnur und Haken und untersuchte ihn anschließend. Ihre Diagnose ließ die Feuerwehrleute aufatmen: Der Schwan habe keine bleibenden Verletzungen davon getragen. Er brauche auch nicht länger in der Praxis zu bleiben. Die Ärztin gab grünes Licht für eine Entlassung. Da waren wieder die Männer der Freiwilligen Feuerwehr zur Stelle. Sie brachten den Schwan zurück zur Lippe und setzen ihn da ins Wasser, wo sie ihn gerettet hatten.

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