Notbetreuung für 60 Kinder, Stadt Lünen findet eine Lösung für das Essensgeld

Coronavirus

Nur Eltern in Schlüsselberufen können ihre Kinder in die Notbetreuung geben. Am Dienstag kamen 60 Kinder in die Lüner Kitas. Die Stadt gibt derweil Infos zu Essensgeld und Kitagebühren.

Lünen

, 17.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eltern in Schlüsselberufen können ihre Kinder zur Notbetreuung in Kitas und Schulen bringen. Sie brauchen dafür einen Nachweis. Das Angebot wird angenommen.

Eltern in Schlüsselberufen können ihre Kinder zur Notbetreuung in Kitas und Schulen bringen. Sie brauchen dafür einen Nachweis. Das Angebot wird angenommen. © picture alliance / Fabian Sommer

Die Schließung von Kitas am Montag (16.3.) und Schulen am Mittwoch (18.3.) stellt viele Eltern vor Probleme. Nur diejenigen, die in Berufen arbeiten, die für das Gemeinwohl unabdingbar sind, können ihre Kinder weiterhin in den Kitas und Schulen betreuen lassen. Dazu zählen die Bereiche Gesundheit, Sicherheit, Ordnung, Energie und Lebensmittelversorgung. Und auch dann gibt es eine Einschränkung: Nur wenn beide Elternteile dort tätig sind gibt es den erforderlichen Nachweis, oder für Alleinerziehende.

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Damit die Kinder nicht in neue Gruppen kommen und die Ansteckungsgefahr steigt, gehen sie in ihre gewohnten Einrichtungen. „Gestern hatten wir 17 betreute Kinder in den 43 Kitas auf Lüner Stadtgebiet, heute waren es 60“, teilt Frank Knoll, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Lünen, mit. Er gehe davon aus, dass die Stadt am Donnerstag (19.3.) neue Zahlen liefern könne, weil sich noch viele Eltern bezüglich einer Notbetreuung organisieren müssten.

An den Lüner Schulen wurden 48 Kinder (Stand 18.3.) betreut. Auch hier könne sich die Zahl wie im Fall der Kitas noch ändern.

Um Kinder in die Notbetreuung geben zu können, müssen Eltern ein Formular abgeben. Dieses muss, so heißt es bei der Stadt, in der jeweiligen Kita abgeben oder per Mail versandt werden. Bei Schulen müsse es der Schulleitung übergeben werden.

Stadt erstattet das Essensgeld

Derweil hat die Stadt Lünen bekannt gegeben, dass sie den Eltern das bereits gezahlte Essensgeld für Kitas und den Offenen Ganztag erstatten wird. „Das gilt natürlich erstmal für die städtischen Kitas, aber wir werden uns mit den anderen Trägern diesbezüglich in Verbindung setzen“, so Frank Knoll.

Der Sprecher bat um Verständnis, dass die Umsetzung der Entscheidungen Zeit benötige. „Wir müssen nun schauen, wie wir das Geld zurückerstatten. Alle betroffenen Eltern werden darüber informiert, wenn es so weit ist.“

Während andere Kommunen bereits angekündigt haben, auch die Kita-Gebühren zu erstatten beziehungsweise für den kommenden Monat keine Gebühren einzuziehen, wartet die Stadt Lünen ab: „Wir rechnen für Dienstag (17.3., d. Red.) mit einer Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen in dieser Sache“, sagt Frank Knoll.

Vorher will man in Lünen nicht tätig werden: „Wenn das Land nachher sagt, dass es die Gebühren nicht erstattet, wir das aber bereits den Eltern zugesichert haben, hätten wir ein finanzielles Problem.“ Und das könne sich Lünen nach wie vor nicht leisten.

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