Auch in Lünen ist der Mobilfunkstandard 5G auf dem Vormarsch. © Magdalene Quiring-Lategahn
Mobilfunknetz

Neuer Telekom 5G-Standort in Lünen: „Abdeckung bei fast 99 Prozent“

Der 5G Ausbau in Lünen geht voran. Ein neuer Standort der Telekom soll die Abdeckung weiter verbessern. 99 Prozent sollen es aktuell sein. Wo genau gebaut wurde bleibt allerdings geheim.

Der aktuellste Stand der Mobilfunktechnik ist 5G. Was vor einigen Jahren noch Zukunftsmusik war, ist in Lünen längst Realität. George-Stephen McKinney, Pressesprecher der Telekom, zum Ausbau in Lünen: „In Lünen haben wir aktuell eine Bevölkerungsabdeckung von 99 Prozent mit 5G.“ Die Telekom hatte im Kreis Unna in den letzten Monaten drei Standorte neu gebaut und zwei mit 5G erweitert. Einer der neuen Standorte liegt in Lünen.

In Lünen wird 5G auf einer Frequenz von 2,1 Gigahertz gesendet. Um eine möglichst hohe Abdeckung auch in ländlichen Gebieten zu erreichen, wird in kleineren Städten wie Lünen auf relativ langen Frequenzen gesendet. In großen Städten nutzt die Telekom 3,6 Gigahertz. Das sorgt für höhere Geschwindigkeit, die Reichweite geht allerdings nur über einige Hundert Meter. Die 2,1 Gigahertz-Frequenz hat eine höhere Reichweite und ist damit für eine größere Flächenabdeckung geeignet. Eine Karte mit der Abdeckung einzelner Haushalte ist auf der Internetseite der Telekom zu finden.

Die 5G Abdeckung in Lünen. Die weißen Flecken zeigen Orte, an denen es noch keinen 5G Empfang gibt.
Die 5G Abdeckung in Lünen. Die weißen Flecken zeigen Orte, an denen es noch keinen 5G Empfang gibt. © Telekom © Telekom

Datenschutz und Schutz vor Angriffen

Wo die unterschiedlichen 5G-Standorte in Lünen liegen, will die Telekom nicht bekannt geben. George-Stephen McKinney: „Das hat etwas mit dem Datenschutz zu tun. Wenn wir zum Beispiel einen Dachstandort haben, dann können wir nicht einfach die Adresse herausgeben.“ Man wolle die Standorte außerdem vor den Angriffen von möglichen Mobilfunkgegnern schützen.

Auch wie viel 5G in Lünen genutzt wird, kann die Telekom nicht erklären. Die Daten könnten laut der Telekom nicht erhoben werden. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass auch andere Anbieter als die Telekom die Netze der Telekom nutzen, zum Beispiel Tochterunternehmen wie Congstar.

Unabhängig von der Nachfrage muss die Telekom den Ausbau vorantreiben, da sie sich mit den Lizenzen auch an Lizenzaufgaben geknüpft hat. George-Stephen McKinney: „Wir haben uns verpflichtet, den Ausbau bis 2025 auf 90 Prozent der Bevölkerung zu bringen.“ Trotzdem würde auch der Markt weiter wachsen. Alle neuen Verträge der Telekom werden aktuell mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G abgeschlossen.

Kosten können stark variieren

Die Kosten für einen neuen 5G-Mast hängen stark davon ab, welche Art von Standort errichtet wird. McKinney: „Das ist wirklich schwer zu sagen. Das kann von 80.000 bis 200.000 Euro gehen, je nachdem was gemacht werden muss.“

Auch die Planung für Standorte ist langwierig. „Das ist kein spezielles Problem der Telekom. Das ist in Deutschland immer eine sehr aufwendige Angelegenheit. In der Schweiz hat man da Planungszeiten von um die vier Monate, in Deutschland können das durchaus zwei Jahre sein.“ Standorte auf dem Land zu realisieren sei noch einmal deutlich anspruchsvoller als in der Stadt.

Immer wieder sorgt das 5G-Netz auch für Diskussionen. Kritiker befürchten, dass die Strahlung gesundheitliche Schäden verursachen könnte. George-Stephen McKinney stellt klar: „Die Telekom macht die Grenzwerte nicht, die werden von den zuständigen Behörden festgelegt.“ Die Strahlungswerte der Telekom lägen immer weit darunter. „Jeder einzelne Standort wird abgenommen und getestet.“

Trotzdem bemühe man sich um einen Dialog, wenn es Probleme vor Ort gibt. McKinney: „Wir haben Kollegen, die sind extra dafür ausgebildet. Sie gehen auch zu Bürgerversammlungen und in die Rathäuser und klären Fragen.“ In McKinneys Augen befürworte jedoch die Mehrheit der Menschen den Mobilfunk.

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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