Ab. 7. September bietet die DLRG Lünen wieder Schwimmkurse im Lippe Bad an, allerdings in eingeschränkter Form. © picture alliance/dpa
Meinung

Neue Schwimmhalle durch die Hintertür?

Wie schafft es eine familienfreundliche Stadt, allen Kindern Schwimmunterricht anzubieten, wenn sie nur begrenzte Kapazitäten hat? Eine mögliche Lösung hatte die GFL im Stadtrat präsentiert.

Der Ansatz der Stadt Lünen war ja richtig: Man fragt die Eltern, ob und wenn ja wie groß denn der Bedarf an Schwimmkursen ist. Allerdings hätte man beim Blick auf die Wartezeiten bei diesen Schwimmkursen durchaus darauf kommen können, dass man sich – und den Eltern – bei dieser Abfrage nicht allzu viel Zeit lassen sollte. Denn dass es in Lünen ein Problem mit Nichtschwimmern gibt, ist sonnenklar – selbst wenn die DLRG bei ihrer Angabe von zwei Jahren Wartezeit für einen Platz im Schwimmkurs übertrieben hätte.

Die Zwickmühle: Mehr Wasserflächen sind teuer, und Geld ist etwas, von dem Lünen gerade nicht so viel übrig hat. Andererseits hat der Stadtrat gerade ein Signal an die Familien ausgesandt, dass man zum Beispiel beim Kita-Ausbau nicht immer zuerst aufs Konto gucken will. Konsequenterweise müsste das dann auch für alle Folgethemen gelten, also Schulen, Spielplätze – und sicher auch Schwimmbäder.

Vielleicht ergibt sich ja tatsächlich ein Kompromiss, auf den die GFL im Rat bereits hingewiesen hat : Wenn tatsächlich eine neue Förderschule nach Lünen kommen sollte, würde auch eine neue Schwimmhalle entstehen. Hier müsste sich die Stadt sicher beteiligen, käme unterm Strich jedoch günstiger weg, als ein eigenes neues Schwimmbad zu bauen. Die Alternative kann nur sein, den Schwimmkursen deutlich mehr Zeit im Lippe-Bad einzuräumen.

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Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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