Nach Mordversuch: Lebensgefährlich verletzter Mutter geht es besser, Sohn in Psychiatrie

dzMesserattacke in der Familie

Tage lang schwebte eine 62-jährige Lünerin Anfang März in Lebensgefahr, nachdem ihr 30-jähriger Sohn mehrfach auf sie eingestochen hatte. Ob der Lüner schuldfähig ist, steht noch nicht fest

Lünen

, 26.04.2019 / Lesedauer: 2 min

Die Anfang März von ihrem Sohn (30) durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzte Lünerin (62) befindet sich auf dem Weg der Besserung. Die Frau sei vor etwa 14 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen worden und befinde sich seitdem wieder zu Hause. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund am Freitag (26.) auf Anfrage unserer Redaktion: „Es geht ihr den Umständen entsprechend gut.“

Sohn in Psychiatrie untergebracht

Wie der Sprecher weiter sagte, sei der tatverdächtige Sohn vorläufig in einer psychiatrischen Klinik in Dortmund untergebracht worden. Dort werde untersucht, ob der 30-jährige Beschuldigte zur Tatzeit schuldfähig war. Davon hänge ab, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, ob gegen den Lüner Anklage wegen versuchten Mordes erhoben oder aber entschieden werde, den Mann dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung unterzubringen. Das Gutachten soll in zwei bis drei Wochen vorliegen.

Mutter schwebte in Lebensgefahr

Wie berichtet, hatte der Sohn am Donnerstag (7. März) versucht, seine Mutter zu töten. Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft stach der 30-Jährige im Rahmen eines Familienstreits mehrfach auf seine Mutter ein. Die 62-Jährige erlitt hierdurch - unter anderem im Bereich des Oberkörpers - schwerste Verletzungen. Die Frau schwebte mehrere Tage lang in Lebensgefahr.

Wie es damals bei der Staatsanwaltschaft hieß, habe sich der Streit zwischen der Mutter und dem zur Tatzeit in Dortmund wohnenden Sohn nur um eine Kleinigkeit gedreht. Bei dem Streit in der Wohnung der Eltern an der Bebelstraße in Lünen war auch der Vater dabei. Der hatte, als es zu der Messerattacke kam, eine Nachbarin gebeten, die Polizei und den Rettungsdienst zu alarmieren. Die herbeigerufene Polizei konnte den Sohn am Tatort widerstandlos festnehmen.

Tatverdächtiger schweigt vor Haftrichter

Einen Tag später, am Freitag (8. März), wurde gegen den 30-Jährigen durch das Amtsgericht Dortmund auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Obwohl er zwischenzeitlich die Tat eingeräumt hatte, machte er vor dem Haftrichter keine Angaben.

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