Nach Kinofest-Absage: Festival in der Cineworld läuft Anfang November

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Das Kinofest ist abgesagt, es lebe - ein kleineres Film-Festival in der Cineworld. Anfang November soll es stattfinden, damit Filmfreunde auch in Zeiten der Pandemie auf ihre Kosten kommen.

Lünen

, 07.09.2020, 19:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor einigen Wochen hat Pro Lünen als Veranstalter des Kinofestes die diesjährige 31. Auflage abgesagt. Begründet wurde dies mit der Corona-Pandemie.

Dass ausverkaufte Galas und Preisverleihungen nicht in die derzeitige Lage passen, sehen auch die Kinofestleitung und die Betreiber der Cineworld so. Aber ganz auf ein Filmfestival in Lünen zu verzichten - das muss nicht sein, finden sie.

Die Cineworld beweise täglich, dass ein sicherer Kinobesuch mit Abstand und Vorsichtsmaßnahmen möglich sei.

Derzeit sind die beiden Kinofestleiter Mike Wiedemann und Sven Ilgner zusammen mit der Vorsitzenden des Kinofest-Komitees Dr. Anke Höwing dabei, zu überlegen, wie ihre Idee von einem kleineren Festival umzusetzen ist, wer die Verantwortung für diese Veranstaltung tragen wird.

Klar ist aber immerhin schon das Datum. Vom 4. bis 7. November (Mittwoch bis Samstag) soll sich in der Cineworld auch in diesem Jahr alles um den neuen deutschsprachigen Film drehen. Auch Gäste sollen zu Filmen kommen und mit den Besuchern über ihre Arbeit sprechen. Das 31. Kinofest war eine Woche früher und zwei Tage länger geplant gewesen.

Zum Inhalt und Prozedere des kleineren Festivals konnten Wiedemann, Ilgner und Dr. Höwing noch nichts sagen. Sie hoffen aber, dass sie in Kürze weitere Einzelheiten bekanntgeben können. Darunter auch, welchen Namen das Festival bekommt.

Entscheidung respektieren

Die Betreiber der Cineworld sehen es genauso wie Wiedemann. „Wir sind, wie Wiedemann, pro Besucher, pro Film, pro Kino und tatsächlich ,pro Lünen‘“, so Lutz Nennmann, der das Lüner Kino zusammen mit Meinolf Thies betreibt.

Nennmann und Thies haben „von Anfang an gesagt, ein Kinofest 2020 - Film & Kino pur ist machbar, wir machen ja in der Cineworld schon seit Pfingsten den lieben langen Tag nicht anderes.“

Pro Lünen als Veranstalter habe, so Nennmann, das Recht, 2020 kein Kinofest durchzuführen. Das sei zu respektieren. Allerdings müssten noch Gespräche mit den Verantwortlichen von Pro Lünen geführt werden über die „problemlos als faktisch falsch zu widerlegende Argumentation, Kinobesuche seien zu gefährlich.“

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Warum also keine reinen Festivaltage mit guten Filmen und Gästen für das Publikum? Nennmann: „Gerade in diesem Jahr, in dem so viel an Kultur nicht stattfinden kann, hat das ein Vielfaches an Gewicht gegenüber ,normalen Jahren‘".

Persönlich glaubt Nennmann, dass das geplante kleinere Festival vermutlich das „bisher bedeutsamste Kinofest überhaupt werden könnte.“ Gerade aufgrund der Umstände wegen Corona.

Dadurch finde eine gewisse Erdung statt und der Film gelange viel stärker in den Fokus - was Nennmanns Meinung nach „nicht schädlich sein“ könne. Denn um den Film und den Film im Kino gehe es ja schließlich beim Kinofest.

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