Nach Großbrand auf Lüner Schäferhof: Sachverständige können Ursache nicht eindeutig klären

dzErmittlungen nach Feuer beendet

Ende Juli wütete zum zweiten Mal innerhalb von 13 Jahren ein Feuer auf dem Schäferhof Konze in Alstedde. Der Schaden war riesig, verletzt wurde niemand. Die Brandursache bleibt ungeklärt.

Alstedde

, 08.10.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem verheerenden Brand auf dem Schäferhof Konze Ende Juli in Alstedde hat die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache eingestellt.

Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag (8. Oktober) auf Anfrage unserer Zeitung sagte, sei keine hundertprozentige Brandursache von den Brandsachverständigen festgestellt worden. „Dafür war das Schadensbild einfach zu groß“, sagte die Sprecherin weiter.

Polizei in Lünen: Keine Hinweise auf Straftat

Die Frage, ob ein technischer Defekt oder aber eine Selbstentzündung ursächlich für das Feuer waren, konnte laut Polizeisprecherin nicht abschließend beantwortet werden. Gleichwohl hätten die Ermittlungen zur Brandursache keine Hinweise auf eine Straftat ergeben.

Das heißt, dass Brandstiftung als Brandursache von den Experten ausgeschlossen wird. Ähnlich hatte sich die Polizei schon Mitte August auf Anfrage geäußert.
Wie von unserer Redaktion ausführlich berichtet, wütete am Sonntag (28. Juli) zum zweiten Mal innerhalb von 13 Jahren ein Feuer auf dem Schäferhof Konze:

Es war um 12.21 Uhr, da wurde die Lüner Berufsfeuerwehr von der Kreisleitstelle in Unna über einen Scheunenbrand an der Alstedder Straße in Lünen-Alstedde informiert. „Die Scheune sollte in voller Ausdehnung brennen, hieß es.“ Das sagte Feuerwehrchef Rainer Ashoff damals gegen 15 Uhr im Gespräch mit unserer Redaktion vor Ort.

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Zu diesem Zeitpunkt hatten die Feuerwehrkräfte den Brand unter Kontrolle. Gleichwohl sollte der Einsatz noch mehrere Stunden dauern, weil unter anderem zahlreiche Strohballen abgelöscht werden mussten. Dieses Ablöschen zog sich - im Nachhinein betrachtet - über mehrere Tage hin.

Die Alstedder Bevölkerung war nachmittags aufgefordert, wegen des Rauches und der ungünstigen Windrichtung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Für die Nacht von Sonntag auf Montag (29.) war sicherheitshalber eine Brandwache auf dem Hof eingerichtet worden.

Eingang der Brandmeldung

Sofort nach Eingang der Brandmeldung um 12.21 Uhr hatten sich der Löschzug der Berufsfeuerwehr und der Löschzug 6 (Nordlünen-Alstedde) auf den Weg zum Hof der Schäfer-Familie Konze. Unterwegs forderten die Einsatzkräfte wegen der weithin sichtbaren und äußerst starken Rauchentwicklung Unterstützung der Löschzüge 1 (Lünen-Mitte) und 7 (Wethmar) an.

Für den Fall, dass es zeitgleich noch an einer anderen Stelle in Lünen brennen sollte, hatten die Löschzüge Niederaden und Beckinghausen die „Grundsicherung für Lünen“ übernommen.

Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt, die Familie befand sich zu dem Zeitpunkt auf einer Tauffeier in Holtwick (Kreis Coesfeld).

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