Multikulturelles Forum hat Standort in Lünen-Süd aufgegeben

Bergmannsmuseum

Das Bergmannsmuseum an der Bahnstraße war viele Jahre eine Heimat Lüner Multikulturellen Forums. Jetzt hat sich der Verein dort aber zurückgezogen.

Lünen-Süd

02.08.2020, 16:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor dem Bergmannsmuseum steht ein Rundbogen, eine Stütze im Flöz.

Vor dem Bergmannsmuseum steht ein Rundbogen, eine Stütze im Flöz. © Magdalene Quiring-Lategahn

Das Multikulturelle Forum hat seinen Standort in Lünen-Süd im Bergmannsmuseum aufgegeben. Das hat die Einrichtung jetzt in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Dass es dazu kommen würde, steht schon seit Beginn des Jahres fest: Da hatten der Verein sich mit der Stadt Lünen geeinigt, den Nutzungsvertrag für das Bergmannsmuseum in Lünen-Süd zum 31. Dezember 2020 auslaufen zu lassen. Mit Geschäftsstellen an der Münsterstraße 46b und Kurt-Schumacher-Straße 1-3 verfüge das Multikulturelle Forum über ausreichende Räume in Lünen, so die Begründung.

Benachbarte Schulen brauchten Räume

Warum aber der so frühzeitige Weggang jetzt? „Aufgrund des akuten Raumbedarfs der benachbarten Schulen gab der Verein seinen Standort nun vorzeitig auf“, erklärte das Multikulturelle Forum. Das ehemalige Schulgebäude in der Bahnstraße 31 wurde im Jahr 1993 unter der Trägerschaft des Multikulturellen Forums in eine Begegnungsstätte für Lünerinnen und Lüner umfunktioniert. Eine Vielzahl an Vereinen und Initiativen nutzte fortan die Räumlichkeit, auf dem Gelände fand einmal jährlich das Multi-Kulti-Hausfest mit verschiedenen Aktionen und einem bunten Bühnenprogramm statt.

Vor wenigen Wochen kontaktierte das Schulamt der Stadt Lünen den Verein, um eine mögliche schulische Nutzung des Gebäudes aufgrund aktueller Raumbedarfe zu sondieren. „Nach kurzer Überlegung stellten wir fest, dass es uns möglich war, die dort aktuell ansässigen Bildungs- und Gesundheitsangebote sehr kurzfristig in unsere Geschäftsstelle in der Kurt-Schumacher-Straße zu verlegen. So gaben wir grünes Licht für die sofortige Nutzung“, erläutert Kenan Küçük.

Mit einiger Wehmut

Die nun endgültig vollzogene Aufgabe der Trägerschaft begleitet Kenan Küçük mit einiger Wehmut. Als Geschäftsführer des Multikulturellen Forums begleitete er die Gründung und Weiterentwicklung der Begegnungsstätte aktiv. „Fast 30 Jahre lang prägte dieser Standort die positive Fortentwicklung unseres Vereins und spiegelte wie kein anderer die kulturelle Vielfalt im Stadtteil wider“, resümiert Küçük. Er bedanke sich für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und allen beteiligten Vereinen.

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