Millionen für Dreifach-Sporthalle

NORDLÜNEN 3,9 Millionen Euro soll die geplante Dreifach-Sporthalle am Schulzentrum Altlünen kosten. Ausgelegt ist sie für 250 Personen, 400 kann das neue Gebäude aufnehmen.

von Von Ludwig Overmann

, 07.07.2008, 19:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
So soll die neue Dreifach-Sporthalle einmal aussehen.

So soll die neue Dreifach-Sporthalle einmal aussehen.

Den Vorentwurf präsentierte in der gestrigen Sitzung des Betriebausschusses Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) Ulrich Ahlert, Geschäftsführer der SpoHa GmbH. Zwei Varianten stehen zur Diskussion.

Gegenüber ersten Entwürfen aus dem Jahr 2001 sei nach dem aktuellen Entwurf die Längsachse um 90 Grad gedreht das Gebäude schließt ca. fünf Meter vor der alten Turnhalle des Gymnasiums ab, ist mit zwei Eingängen ausgestattet.

Das Hauptdach ist nach Süden ausgerichtet und wird als Bogendach gestaltet. Darauf soll eine Photovoltaikanlage installiert werden, die nicht nur der Stromgewinnung dient, sondern durch den Abstand von ca. acht Zentimetern zur Dachoberfläche eine zu starke Aufheizung der Halle verhindert.

Beide Varianten unterscheiden sich vor allem in der Zahl der Tribünenplätze – Variante 1 sieht ca. 150, Variante 2 250 Sitzplätze vor. Ein Mehrzweckraum, sechs Umkleidekabinen mit Dusche und WC sowie Geräteräume werden im Erdgeschoss untergebracht.

Technikbereich und Wärmerückgewinnungsanlage

Das Dachgeschoss nimmt den großen Technikbereich und die Wärmerückgewinnungsanlage mit einer großen Lüftungsanlgage auf. Dazu gehören auch Filter, die wegen des Feinstaubs eingebaut werden. Insgesamt baut die Planungsgruppe Hürth im Niedrigenergiehausstandard, der sich nach wenigen Jahren bereits auszahle, sagte Ahlert, der auf langjährige Erfahrung im Bau von Sport- und Mehrzweckhallen zurückblicken. Die Alternative 2 zeichnet sich darüber hinaus auch durch zwei Behinderten gerechte Umkleidekabinen aus. Positiv wurden bei den Politikern die beiden ca. 100 Quadratmeter großen Sporträume im Dachgeschoss gesehen. Zur Ausstattung der neuen Halle gehört darüber hinaus eine Elektro-Akustische Übertragungsanlage sowie eine Anzeigetafel. Wie ZGL-Leiter Dieter Kasprowiak deutlich machte, müsse nun die Politik vor allem eine Entscheidung darüber treffen, ob die Halle auch als Versammlungsstätte genutzt werden solle – mit Auswirkungen u.a. auch auf die Kosten einer Brandmeldeanlage. Für die Politik spielen vor allem die Kosten eine Rolle. Einsparungen, so deutete Kasprowiak an, seien über die Rechtsform zu erzielen.

Die Lage um zehn Meter verschoben

Andererseits hatte der ZGL-Chef eingangs zu dem Tagesordnungspunkt, der unter „Mitteilungen der Verwaltung“ behandelt wurde, berichtet, die Lage der neuen Halle sei zehn Meter in Richtung Süden verschoben worden, so dass der Rotgrandplatz erhalten bleibe. Was die energetische Ausrichtung betrifft, so sei eine Entscheidung noch nicht gefallen, jedoch gehe ZGL von einer Erhöhung der Kosten zum jetzigen Zeitpunkt gegenüber dem Wirtschaftsplatz um ca. 200 000 Euro u.a. wegen verschärfter Wärmeschutz- und neuer DIN-Vorschriften für Turnhallen und Sportstätten. Beton und Stahl Preissteigerungen seien auch aufgrund der Kosten für Beton und Stahl zu erwarten. „Wir gehen insgesamt von 10 Prozent Mehrkosten aus; genau sind sie noch nicht zu beziffern“, sagte Dieter Kasprowiak.

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