Mehr Covid-Patienten in Klinik: Schutzanzüge bei Hitze belastend

dzKrankenhaus

Es gibt wieder mehr Covid-Patienten im Klinikum. Teilweise sind sie schwer erkankt. Drei liegen auf der Intensivstation. Ärzte und Pfleger müssen bei Hitze in voller Schutzkleidung arbeiten.

Lünen

, 08.08.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die extremen Temperaturen sorgen für Mehrarbeit in der Notaufnahme des Katholischen Klinikums Lünen/Werne. Die ersten Patienten mit Kreislaufproblemen aufgrund der Hitze wurden schon behandelt. Meist hatten sie zu wenig getrunken. Daher gibt Prof. Wolfram Wilhelm, Ärztlicher Direktor, den dringenden Rat, für ausreichend Flüssigkeit zu sorgen.

Hitze ist „echt belastend“

Im Klinikum werden momentan wieder mehr Patienten behandelt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Drei sind schwer erkrankt und liegen auf der Covid-Intensivstation. Weitere werden gesondert auf der Infektionsstation behandelt. Für die dort tätigen Mitarbeiter sei die Hitze momentan „echt belastend“, berichtet Wilhelm, denn sie versorgen die Patienten von Kopf bis Fuß mit Schutzkleidung. Insgesamt sei das Krankenhaus bisher durch Hygienemaßnahmen, Tests und Abschottung gut durch die Krise gekommen. „Gut belegt“ sei das Klinikum momentan. Das OP-Programm laufe nahezu auf Volltouren, auch in den medizinischen Zentren sei gut zu tun. Mehr, als in manchem Sommer davor, heißt es. Dennoch werden Kapazitäten für Covid-Patienten vorgehalten.

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Neue Kühlanlage angeschafft

Die OP-Säle, die Notaufnahme, die Radiologie und Bereiche, in denen medizinische Geräte Wärme erzeugen, seien mit einer neuen Kühlanlage ausgestattet worden, erläutert der technische Leiter, Michael Goepfert. Auf der Intensivstation sei eine unterstützende Kühlung auf 32 Grad ausgelegt, die komme dieser Tage allerdings an ihre Grenzen. Dennoch gebe es dort Kühlgeräte, die mit dem Krankenhaushygieniker abgestimmt seien. Dadurch sei es in einigen Zimmer gut erträglich, schildert Wilhelm.

Viele kleine Maßnahmen

Auf den normalen Stationen versuche das Pflegepersonal es den Patienten so angenehm wie möglich zu machen. „Wir achten darauf, dass die Rollos geschlossen werden, wenn die Sonne in die Zimmer scheint und öffnen die Balkontüren“, schildert Pflegedirektorin Heike Plaga. Außerdem würde dafür gesorgt, dass Patienten wie Mitarbeiter ausreichend trinken. Spezielle Getränkeoasen stehen bereit, auf Trinkpausen des Personals werde geachtet. „Wir haben neue, atmungsaktive Dienstkleidung angeschafft.“ Das helfe auch in der derzeitigen Situation.

Es seien viele kleine Maßnahmen, mit denen man im Klinikum versuche, die Hitze für alle erträglicher zu machen.

Im Klinikum wird zurzeit auch saniert. Die Station B7 bekommt neue Badezimmer und neue Böden.

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