„Meditation für das Grundgesetz“: Demo gegen Corona-Regeln auf der Lippebrücke

Am Samstag

Sie sind mit den Corona-Beschränkungen nicht einverstanden - und brachten deshalb das Grundgesetz mit. Die Mini-Demo auf der Lippebrücke fand am Samstagnachmittag statt.

Lünen

, 09.05.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf der Lippebrücke haben die Menschen ihren Unmut über die Corona-Beschränkungen kundgetan.

Auf der Lippebrücke haben die Menschen ihren Unmut über die Corona-Beschränkungen kundgetan. © Foto Oskar Neubauer

Eigentlich, berichtet Stadtsprecher Benedikt Spangardt, war die Versammlung „Meditation für das Grundgesetz“ am Samstagnachmittag (9.5.) für 50 Menschen angemeldet worden. Wegen der Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus ließ die Stadt allerdings nur 15 Teilnehmer zu.

Schließlich sollte die Versammlung auf der Lippebrücke an der Fußgängerzone stattfinden, wo es mit mehr Personen nicht mehr möglich ist, den vorgegebenen Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Teilnehmern einzuhalten. Diesen Abstand hatten die Demonstranten mit Kreide auf dem Boden eingezeichnet.

Die „Meditation“ der 15 Menschen habe dann ohne Zwischenfälle stattgefunden, berichtet Spangardt, ein Teilnehmer habe auch tatsächlich ein Grundgesetz dabei gehabt. Die Polizei habe die Versammlung auch begleitet, sagt ein Sprecher. Fazit: „Alles ruhig.“

In Selm hat es zur gleichen Zeit eine „Meditation für die Freiheit“ gegeben, deutschlandweit kamen am Wochenende wieder Menschen zusammen, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren. Manchmal kommt es dabei auch zu Zwischenfällen, wie in Dortmund, wo eine Frau festgenommen wurde. Das Video davon verbreitete sich in den Sozialen Medien und wird auch von Verschwörungstheoretikern instrumentalisiert.

Überhaupt werden diese Versammlungen bisweilen von Rechtsextremisten unterwandert, die die Stimmung für ihre eigenen Zwecke nutzen.

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