Lünerin kaufte für 60 Euro Kleidung und zahlte später 130 Euro

dzGerichtsverhandlung

Der Einkauf bei einer Modekette kam eine junge Lünerin in jeder Hinsicht teuer zu stehen. Das Problem: das Konto der 21-Jährigen war nicht gedeckt. Sie geriet unter Betrugsverdacht.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 13.09.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund 60 Euro kostete die Kleidung, die die 21-jährige Lünerin Ende 2018 in der Lüner Filiale einer Modekette erwarb. An der Kasse zückte sie die EC-Karte. Doch abbuchen ließ sich der Betrag nicht, da sich auf dem Konto der Lünerin nicht mehr genug Guthaben befand. Folgen: Ein Inkasso-Unternehmen trat auf den Plan, forderte weitere 70 Euro für die Kosten und die junge Frau erhielt eine Anzeige wegen Betrugs.

Zum Zeitpunkt der Zahlung sei ihr Konto noch gedeckt gewesen. Das habe sich dann aber geändert, erklärte sie nun in der Verhandlung vor dem Amtsgericht Lünen. Das Schreiben des Inkasso-Unternehmens habe sie nicht erhalten.

Vielleicht, so gab sie zu, weil sie sich nach einem Umzug zu spät umgemeldet habe. Nunmehr habe sie aber beide Beträge bezahlt. „Da müssen Sie ein bisschen sorgsamer sein, ein bisschen sorgfältiger. Sie müssen sich um Ihre Belange kümmern“, mahnte der Richter. Mit Blick auf den Zeitablauf und die Begleichung der offenen Beträge hatte er jedoch ein Einsehen. Das Verfahren wurde ohne Auflagen eingestellt.

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