An der Osterfeldschule zeigt man sich erleichtert über die Entscheidung des Landes NRW. © Beate Rottgardt
Corona und Schule

Lüner Schulleiterin zur Öffnung: „Gut, dass es wieder los geht“

Seit Dezember sind die Schulen im Distanzlernen. Ab 22. Februar soll eine schrittweise Öffnung in den Grundschulen und Abschlussjahrgängen kommen. Schulleitungen aus Lünen freuen sich darüber.

Bei sinkenden Infektionszahlen waren die Rufe nach einer Lockerung der Corona-Maßnahmen für die Schulen immer lauter geworden. Bildungsministerin Yvonne Gebauer hatte versprochen, die Schulen wieder zu öffnen, habe besonders hohe Priorität. Ab dem 22. Februar soll es jetzt eine schrittweise Öffnung der Grundschulen geben.

Die Schülerinnen und Schüler sollen im Wechsel aus der Distanz und in der Schule unterrichtet werden. Die Lerngruppen sollen nach Möglichkeit gleich bleiben, den Schulen werden viele Freiheiten in der Ausgestaltung der Regeln vor Ort gelassen. In den Sozialen Netzwerken zeigen sich viele Eltern erleichtert über die Entscheidung. Auch die Schulleiterin der Lüner Osterfeldschule, Iris Lüken, ist froh: „Ich finde es gut, dass es wieder losgeht.“

Viel zu klären bis zum Start des Unterrichts

Trotz der Erleichterung über die Wiederaufnahme eines Teiles des Regelunterrichtes bleiben für die Schulleiterin noch viele Fragen: „Wir müssen dann schauen, wie es in die genaue Umsetzung der neuen Beschlüsse geht. Wir haben dann zum Beispiel die Kinder aus der Notbetreuung und die Kinder, die normal zur Schule gehen.“

In einem Gespräch vor der Entscheidung hatte sich Iris Lüken sich gegenüber der Redaktion für eine Öffnung der Schulen ausgesprochen: „Ich würde es mir sehr wünschen, dass wir wieder in den Präsenzunterricht gehen können. Es gibt Kinder, die brauchen einfach einen Lehrer und können zu Hause nicht gut arbeiten.“

Unterricht für Abschlussklassen

Auch für die weiterführenden Schulen gibt es eine Änderung. Die Abschlussjahrgänge werden wieder in Präsenz unterrichtet. Im Schreiben des Ministeriums heißt es: „Allen Schülerinnen und Schülern, die vor Prüfungen stehen und die einen erfolgreichen Abschluss ihrer bisherigen Schullaufbahn anstreben, wird eine Rückkehr in den Präsenzunterricht ermöglicht.“

Möglich ist es nach der neuen Vorgabe auch die Schüler in voller Klassen oder Kursstärke zu unterrichten. Heinrich Kröger, Leiter des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ist erleichtert: „Wir freuen uns, dass jetzt klar ist, wie es weitergeht. Die Richtlinien dafür sind endlich da.“

Auch wenn nur ein Teil seiner Schüler wieder in Präsenz unterrichtet werden darf hält Heinrich Kröger die Entscheidung des Landes für richtig: „So sehr ich mir auch wünsche, dass alle Kinder zurückkommen. Mit dem Infektionsschutz ist das nicht zu vereinbaren. Gerade mit den Mutanten sollten wir nicht kurz vor dem Ziel wieder alles freigeben.“

Wenn der Unterricht dannach dann langfristig wieder möglich sei, befürworte er lieber noch ein bis zwei Wochen länger im Distanzlernen zu bleiben.

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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