Lüner Psychologe Christian Lüdke als Experte in der Talkshow bei RTL

dzTalkmaster Marco Schreyl

Vor Fernsehkameras zu sprechen, beschert Dr. Christian Lüdke kein Lampenfieber mehr. Jetzt sollte der Lüner Psychologe mehrmals in einem neuen Talkshow-Format zu Gast sein. Doch es kam anders.

Lünen

, 05.05.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Vor einigen Jahren gab es am Nachmittag bei den Privatsendern nur ein Format: Talkshows. Dann verschwanden die Sendungen nach und nach aus dem Programm. Seit Februar versucht RTL nun wieder, eine Talkshow bei den Zuschauern zu etablieren mit dem Titel „Marco Schreyl“. Zu sehen montags bis freitags um 16 Uhr.

Für den Gastgeber ist es ein neues Format. Er selbst ist jedoch kein Unbekannter. Marco Schreyl arbeitete schon fürs ZDF, moderierte bei RTL und ist seit einiger Zeit oft im Hörfunk, auf WDR 2, zu hören.

Moderator kennt Lüdke schon aus ZDF-Zeiten

Nun moderiert er eine Talkshow. Und hat als Experten einen „alten Bekannten“ gewonnen. Der Lüner Psychologe Dr. Christian Lüdke kennt Schreyl schon „seit Ewigkeiten“. Als Schreyl fürs ZDF die Sendung „Hallo Deutschland“ moderierte, war der bekannte Lüner „fast jede Woche“ bei ihm als Experte zu Gast.

Nun gab es vergangene Woche ein Wiedersehen. In einer Sendung über Menschen, die ein Trauma erlitten haben, war Lüdke als Experte zu Gast.

Zusammen u.a. mit Sänger Mike-Leon Grosch, der innerhalb kurzer Zeit zwei Herzinfarkte erlitten hat und einer Frau, die bei einem Unfall beide Beine verloren hat.

Die Talkshow wurde aufgezeichnet - aber zu Bedingungen einer Live-Show. „Wir haben nichts wiederholt, alles wurde in genau der Zeit gedreht, die die Talkshow auch dauert“, so Lüdke.

Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona im Studio

Und alles natürlich mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen wegen des Corona-Virus. Vor dem Dreh und in den Werbepausen trugen alle Mund- und Nasen-Masken. Außerdem sei, so Lüdke, genau auf den entsprechenden Abstand geachtet worden. Übrigens auch bei dem Selfie mit dem Moderator.

Die Redaktion war offenbar sehr zufrieden mit Lüdkes Auftritt. „Ich hab von dort sehr gute Kritiken bekommen.“ Und so bekam er am Sonntag (3.5.) einen Anruf aus Köln mit der Bitte, doch am Dienstag (5.5.) noch mal ins Studio nach Hürth zu fahren.

„Diesmal geht es um Gefühle bei Männern und warum sie nicht so gerne Gefühle zeigen, vor allem aber um die Gefühle von Menschen, die in sozialen Medien wegen ihrer Fotos und ihres Aussehens beschimpft und beleidigt werden“, so der 59-jährige Lüner.

Gesendet wird diese Sendung entweder schon am Dienstagnachmittag (5.5.) oder am Mittwoch (6.5.). Als Lüdke mit der Redaktion telefonierte, meldete sich Schreyl im Hintergrund und fragte an, ob der Lüner nicht auch noch am Donnerstag (7.5.) zu Gast in der Sendung sein will. Inzwischen kennt er auch die Themen der Sendung. Es geht u.a. darum, dass Kinder in der Corona-Krise zu lange vor dem Computer sitzen, um häusliche Gewalt und darum, ob es für Promi-Kinder eher ein Sprungbrett oder ein Hindernis für die eigene Karriere ist, wenn ein Elternteil berühmt ist.

Anweisungen in der Werbepause

Allerdings kam nun alles anders. Lüdke war am Dienstagmorgen (5.5.) gerade auf dem Weg nach Köln zur Aufzeichnung, als ihn ein dringender Einsatz seines Arbeitgebers erreichte. „Ich muss beide Sendungen absagen“, meldete er sich per Kurznachricht. Es täte ihm sehr leid, aber der Hauptjob geht natürlich vor.

Am Donnerstag wäre es sogar eine Live-Sendung gewesen. Einmal pro Woche gibt es so eine Live-Sendung zu tagesaktuellen Themen. In den Pausen der Werbeblocks bekommen die Gäste übrigens immer wieder Infos, dass sie darauf achten sollen, keine Reizworte oder Schimpfworte zu benutzen und auch keine Begriffe, die Angst machen.

„Weil es ja eine Sendung ist, die nachmittags ausgestrahlt wird und auch Kinder vor dem Bildschirm sitzen. Denen soll mit den Aussagen natürlich keine Angst gemacht werden“, so Lüdke.

Ihm macht es offensichtlich viel Spaß, als Experte bei den Gesprächen dabei zu sein. Und auch Schreyl weiß, was er an dem Lüner Psychologen hat: „Er kennt mich ja, bringt mir Vertrauen entgegen und weiß, dass ich vor der Kamera auf den Punkt reden kann.“

Format erstmal bis Ende Mai geplant

Sollten von der Redaktion weitere Anfragen kommen, ist Lüdke gerne bereit, in weiteren Sendungen des neuen Talkshow-Formats als Experte Rede und Antwort zu stehen. „Natürlich schaut der Sender auf die Quoten. Die Staffel ist wohl erstmal bis Ende Mai konzipiert. Mal sehen, wie es dann weiter geht.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt