Lüner Politiker wünschen sich beitragsfreie Kitas

Keine Entscheidung

Der einhellige Wunsch ist da - die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses wünschen sich beitragsfreie Kitas. Das wird aber wohl erst einmal nur ein Wunschdenken bleiben.

Lünen

, 19.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Lüner Politiker wünschen sich beitragsfreie Kitas

Förderung in den Kitas sollte generell beitragsfrei sein, so die Meinung des Jugendhilfeausschusses. Doch Lünens klamme Haushaltslage steht dem entgegen. © picture alliance/dpa

Schulen sind beitragsfrei, das Studium auch, aber für den Elementarbereich, die Kinderbetreuung der unter Sechsjährigen, müssen Eltern bezahlen.

Das finden Politiker aller Fraktionen schlecht, wie sie im Jugendhilfeausschuss am Dienstag (18. Juni) erklärten.

„Betreuung der Kinder ist auch Förderung der Kinder, das müsste generell beitragsfrei sein“, so Gabriele Schimanski (Grüne). Auch Daniel Pöter (CDU), Kunibert Kampmann (GFL) und Angela Wegener-Nachtkamp (SPD) sehen als Fernziel die Beitragsfreiheit.

Angespannte Haushaltslage der Stadt ist ein Problem

Sie hätten alle am liebsten beitragsfreie Kitas. Allerdings steht diesem Wunsch die angespannte Haushaltslage der Stadt Lünen im Wege. Und der Hinweis der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA), die Stadt solle mehr Geld aus den Beiträgen erzielen.

Die Vorlage der Stadt sah vor, im unteren Einkommensbereich eine Stufe wegfallen zu lassen und im oberen Bereich eine weitere Stufe einzuziehen. Die Mindereinnahmen lägen bei 14.000 Euro. Daraufhin forderten die Ausschussmitglieder, dass bis zur nächsten Sitzung dargelegt wird, wie viel Mindereinnahmen es bei jeder Stufe gäbe. Um dann zu entscheiden, ob man die Einkommensgrenze nicht noch höher setzen kann, um einkommensschwache Familien deutlich zu entlasten.

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