Lüner Hundewald: Unmut über Veto der Verwaltung

Kein Geld für das Projekt

Für viele Lüner wäre es ein Traum, für den Haushalt ein Alptraum: Der Hundewald. Nachdem Vereine und Hundehalter sich bereits für die Einrichtung eines solchen Gebiets ausgesprochen haben, legte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns vergangene Woche sein Veto ein. Das stößt in der Politik auf viel Kritik.

LÜNEN

, 15.08.2017, 17:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lüner Hundewald: Unmut über Veto der Verwaltung

Hier soll der Hundewald in Lünen entstehen.

Die SPD in Brambauer wirft Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (GFL) in der Diskussion um die Gründung von Nordrhein-Westfalens ersten Hundewald in Lünens größtem Stadtteil mangelndes Demokratieverständnis vor.

Bürgermeister: Der Stadt Lünen fehlt das Geld für den Hundewald 

Wie berichtet, hatte Kleine-Frauns (GFL) Ende vergangene Woche erklärt, dass Lünen als überschuldete Stadt „beispielsweise für eine Umzäunung oder aber die Reinigung des Areals nicht aufkommen (kann) – zumal derzeit andere Projekte wie die Modernisierung von Schulen oder Schaffung von Kita-Plätzen für uns Priorität haben“.

Dazu hatte CDU-Ratsherr Paul Jahnke, der die Hundewald-Idee zusammen mit anderen Lünern aufgebracht hatte, auf Anfrage unserer Redaktion erklärt: „Ich bin verwundert, dass noch bevor unser Antrag in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 19. September diskutiert wird, der Verwaltungsvorstand Stellung nimmt.“

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Aussage des Bürgermeisters ohne Beratung mit den Gremien

Die Entscheidung über einen Hundewald, so Jahnke weiter, werde schließlich nicht von der Verwaltung, sondern von den politischen Gremien der Stadt getroffen. Gleiches sagt auch Klaus Lamczick, SPD- Ratsherr und Chef der Brambauer SPD: „Die CDU bekam für ihren Vorschlag, in Brambauer einen Hundewald einzurichten, direkt einen Dämpfer des Bürgermeisters: Dafür haben wir kein Geld! Die SPD ist in Bezug auf den Hundewald der Meinung, es sollte zuerst die politische Beratung stattfinden (...). Eine Ablehnung nach Art des Bürgermeisters entspricht nicht dem Demokratieverständnis der SPD.“

Es gelte, sagte Lamczick weiter, Stellungnahmen aller relevanten gesellschaftlichen Gruppen, zum Beispiel von Jägern und Förstern einzuholen und zu beraten. Auch die Brambauer Bürger sollten ihre Meinung einfließen lassen.

Gründungstreffen: Interessierte sind eingeladen

Dazu besteht Gelegenheit am Mittwoch, 30. August. Dann soll der „Hundewaldverein“ offiziell gegründet werden. Treffpunkt ist ab 19.30 Uhr der Bauhof am Freibad Brambauer. Interessierte sind laut Alexander Halbe, Mitinitiator des Hundewaldes, „herzlichst eingeladen“.

Dem Vorstand des Vereins sollen sieben Personen angehören, mit Halbe an der Spitze. Darauf habe man sich Montagabend auf einem Treffen am Bauhof verständigt, sagte Alexander Halbe am Dienstag.

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