Lüner Ex-Minister Kuschke betont: „Es gibt keine Alternative zu Europa“

Europawahl

„Es ist eine wegweisende Wahl, wegweisend für die Zukunft Europas.“ So eröffnete Dieter Börner, stellv. Vorsitzender der IG BCE Ortsgruppe Lünen-Süd, eine Veranstaltung zur Europawahl.

Lünen-Süd

, 28.04.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lüner Ex-Minister Kuschke betont: „Es gibt keine Alternative zu Europa“

Jörg Holländer (v.l.) und Dieter Börner von der IG BCE-Ortsgruppe Lünen-Süd freuten sich über den Besuch von Wolfram Kuschke, Horst Müller-Baß und Jochen Otto, die auf eine große Wahlbeteiligung am 26. Mai hoffen. © Volker Beuckelmann

Dabei ging es am Sonntag (29. April) im Bergmanns-Museum an der Bahnstraße nicht nur um die Zukunft in Europa, sondern konkret um das Leben in Lünen. „Es gibt keine Alternative zu Europa“, sagte Wolfram Kuschke, Staatsminister a.D. in seinem Vortrag, fügte aber hinzu, dass Europa besser werden müsse.

„Muss demokratischer und durchsichtiger werden“

„Europa muss demokratischer, transparenter und durchsichtiger werden.“ Deshalb sei wichtig, am 26. Mai vernünftig zu wählen. Frieden, Sicherheit, Wohlstand, gemeinsame Werte, Bürgerrechte und sozialer Zusammenhalt könnten nur durch eine gemeinsame europäische Politik erreicht werden, so die Position des Europa-Befürworters.

„Das ganz Entscheidende ist das Gespräch“, sprach sich Kuschke für mehr Kommunikation und eine europäische Öffentlichkeit aus, die es bislang nicht geben würde.

Stadt Lünen profitiert

Über den „Nährwert“ für die Kommune informierte Horst Müller-Baß, Beigeordneter der Stadt Lünen, der das Landesprogramm europaaktive Kommune ansprach und konkrete Beispiele für Lünen nannte. Die Stadt würde von europäischen Fördermitteln profitieren, unter anderem beim Soziokulturellen Zentrum Gahmen, bei der Gestaltung der Innenstadt oder bei der Umwelt-Werkstatt.

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Wie sieht es mit dem Einfluss der Kommunen auf die EU-Politik aus? Auch darüber informierte Müller-Baß. In einem Ausschuss der Regionen bestehe die Möglichkeit, kommunale Ziele auf europäischer Ebene einzubringen. Wichtig seien lebendige Städtepartnerschaften, Fortbildungen von Mitarbeitern, Austauschprogramme auf allen Ebenen, Sprachkurse und die Einbindung der Zivilgesellschaft, um sich für Europa zu begeistern, wünscht sich Müller-Baß noch mehr Anstrengungen auf diesem Gebiet.

Aktivitäten der Europa-Union

Optimistisch klang Jochen Otto, Vorsitzender der Europa-Union Lünen, die sich seit Jahren für mehr Austausch, Informationen und den Europa-Gedanken einsetzt. Ob die Pflanzung des Europa-Hains im Südpark, die Gestaltung des Europa-Platzes am Rathaus oder diverse Aktionen etwa mit Schulen - Otto nannte viele Beispiele, wie in Lünen das Thema Europa öffentlichkeitswirksam dokumentiert werde. In der Diskussionsrunde wurden Themen wie Rechtspopulismus, Klimawandel, Entwicklungspolitik und der Wunsch nach mehr politischer Bildung diskutiert.

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