Meinung

Lüner Corona-Patient lag auf Leben und Tod: Das mahnt zur Wachsamkeit

Corona-Müdigkeit macht sich breit. Derweil schildert ein Covid-Patient seinen Kampf ums Überleben. Seine Erfahrung zeigt: Es hilft nichts, wir müssen weiter durchhalten, findet unsere Autorin.
Auf der Intensivstation (Symbolbild) der Klinik am Park in Lünen-Brambauer kämpfte Covid-Patient Ralf Schattner (54) ums Überleben. © picture alliance/dpa/Universitätsklinikum Tübingen

Die Situation ist zermürbend. Wer träumt nicht davon, endlich mal wieder zu reisen oder mit Freunden essen zu gehen. Auch ich bin die Corona-Tristesse ziemlich leid, zumal jegliche Perspektive fehlt. Die Politik ist auch keine Hilfe. Mit ihrer Corona-Strategie dümpeln wir noch immer vor uns hin. Da mag man mal auf die Idee kommen, die Corona-Regeln nicht mehr ganz so ernst zu nehmen.

Genau deshalb hat der Lüner Ralf Schattner seine Krankheits-Geschichte öffentlich gemacht. Er beschreibt Atemnot und Todesangst, schildert sämtliche Phasen einer intensivmedizinischen Therapie. Will man das?

Zum Glück ist die medizinische Behandlung hierzulande so gut, dass schwer erkrankte Covid-Patienten gerettet werden können. Doch immer wieder teilt uns der Kreis Unna auch aktuelle Zahlen über Todesfälle mit. Unverbesserliche mögen einwerfen, manche hätten Corona und nur leichte Symptome. Richtig. Da ich aber nicht weiß, in welcher Form es mich treffen kann, muss ich weiter Abstand halten, Kontakte meiden und Maske tragen. Zumal ja jetzt auch ansteckendere Mutationen um sich greifen. Vor diesem Hintergrund muss auch genau abgewogen werden, wie wir mit Schülern, Präsenzunterricht und Schnelltests umgehen. Das Corona-Thema verlangt durchdachtes, planbares Handeln. Ralf Schattners Erfahrung sollte uns eine Mahnung sein.

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