Der Unfall ereignete sich an der Königsheide (Symbolbild). © Goldstein (Archiv)
Gerichtsverhandlung

Lüner bremste aus kuriosem Grund – und verschwand nach Unfall

Aus dem Nichts machte ein Lüner eine Vollbremsung mit seinem Wagen. Der Fahrer hinter ihm konnte nicht mehr stoppen. Der 30-Jährige verschwand einfach. Das hatte Folgen.

Vermutlich war die Frau, die in der Nacht auf den 23. Mai 2020 an der Königsheide auf dem Gehweg stand und bei der es sich um die Verlobte des Lüners handelte, der Grund, warum der 30-Jährige sein Auto ohne Rücksicht auf Verluste stoppte.

Der Hintermann hatte keine Chance, fuhr auf und es entstanden rund 1300 Euro Sachschaden. Anders formuliert: Der Pkw, der auffuhr, hatte anschließend einen Totalschaden. Der Lüner flüchtete.

Lüner schwieg vor Gericht

Das Kennzeichen konnten sich der Unfallgegner und seine Frau, die leicht verletzt wurde, allerdings merken. Kurz darauf erhielt der Verschwundene einen Strafbefehl wegen Unfallflucht: 1250 Euro Geldstrafe und ein Jahr Sperrfrist zur Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Er legte Einspruch ein.

Nun wurde der Fall vor dem Amtsgericht verhandelt. Er schwieg. Der Betroffene war sich nicht ganz sicher, dass es sich bei ihm um den Fahrer handelte, aber dessen Gattin hatte keine Zweifel daran. Unter den Umständen konnte sich der Lüner zur Rücknahme des Einspruchs durchringen. Effekt: Seinen Führerschein erhielt er noch im Gerichtssaal zurück.

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