Coronavirus

Lünen will 150 CO2-Ampeln für Schulen, Kitas und Sporthallen kaufen

Die Stadt Lünen will 150 CO2-Ampeln anschaffen und in Schulen, Kitas und Sporthallen aufstellen. Damit soll auch Schulsport wieder möglich werden. Einige Hallen bleiben aber geschlossen.
Die Stadt Lünen hat durch einen Gutachter die Belüftungssituation an Schulen prüfen lassen. © Gerstenmeier

Das Lüften hat in der Corona-Krise neue Aufmerksamkeit bekommen. Insbesondere in Schulen soll regelmäßig gelüftet werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Wie Benedikt Spangardt, Sprecher der Stadt Lünen, nun mitteilt, sei bereits im Herbst die Lüftungssituation in Schulen und städtischen Gebäuden überprüft und als gut bezeichnet worden.

Über die Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) hatte die Stadtverwaltung zusätzlich externe Gutachten in Auftrag gegeben, um die Situation auch noch einmal von dritter Seite überprüfen zu lassen. Dabei standen die Schulen und Sporthallen im Fokus, die über Lüftungsanlagen verfügen.

Ergebnisse konnten optimiert werden

Die Gutachten liegen nun vor. Darin käme laut Spangardt der Gutachter zu durchweg positiven Ergebnissen. Über Feinjustierungen habe der Betrieb einzelner Lüftungsanlagen noch optimiert werden können.

Zusätzlich habe der Sachverständige empfohlen, CO2-Ampeln aufzustellen. Sie erleichterten es im Winter, zielgerichtet Räume zu lüften. Die Geräte zeigten an, wenn die Luft in einem Raum „verbraucht“ sei. „Sie springen von Grün auf Gelb und schließlich auf Rot und fordern damit zum Lüften auf“, so Spangardt. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes und des Umweltbundesamtes besagten, dass die Geräte vor allem in Klassenräumen, Kita-Gruppenräumen sowie in Sporthallen sinnvoll eingesetzt werden können.

Hersteller sind ausgelastet

Zunächst beschaffe die ZGL 150 Ampeln. Deren Verteilung an die Schulen und Kitas werde von den Fachabteilungen der Stadtverwaltung koordiniert. Auch in Sporthallen sollen sie zum Einsatz kommen. Da die Hersteller weitgehend ausgelastet seien, könnten zunächst bei Weitem nicht alle Räume ausgestattet werden, in denen der Einsatz sinnvoll wäre.

CO2-Ampeln helfen auch Amateursport

Insbesondere für die Sporthallen hofft die Stadt, dass die Installation der CO2-Ampeln mehr Sicherheit bringt und der Schulsport wieder aufgenommen werden könne. Sobald die Coronaschutzverordnung es gestatte, könnte mit der zusätzlichen Maßnahme auch Amateursport in den Hallen wieder möglich werden.

Davon ausgenommen bleiben wohl zunächst die Turnhallen der Grundschule Am Heikenberg und der Matthias-Claudius- und Gottfriedschule. Hier ist eine ausreichende Durchlüftung gemäß der Vorgaben momentan nicht möglich.

Die ZGL arbeite zwar bereits an baulichen Lösungen, bis diese aber vorliegen, werden die beiden Hallen geschlossen bleiben müssen. Wann und unter welchen Bedingungen die anderen Hallen wieder genutzt werden könnten, entscheidet die Stadtverwaltung, wenn die CO2-Ampeln installiert sind.

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