Fastenzeit

Lünen startet Aktion Klimafasten: Den Alltag nachhaltig gestalten

Fasten einmal anders, das geht mit Klimafasten. Lünerinnen und Lüner sind dazu aufgerufen, sich zwischen Aschermittwoch und Ostersamstag im Alltag klimafreundlich zu verhalten.
Sandra Osowski (Klimaschutzmanagerin Stadt Lünen), Anja Paechnatz (Nachhaltigkeitsbeauftragte), Arnold Reeker (Technischer Beigeordneter der Stadt Lünen), Dr. Katrin Stückrath (Lüner Initiative gegen globale Armut) und Pfarrer Udo Kytzia (evangelische Stadtkirche) (v.l.n.r.) stellen das Banner vor, das am Rathaus für die Aktion Klimafasten wirbt. © Stadt LÜnen

Während der Fastenzeit mal auf etwas anderes verzichten als Süßigkeiten? Das geht in diesem Jahr beim Lüner Klimafasten. DIe Idee ist, während der Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostersamstag das eigene Verhalten zu hinterfragen und sich im Alltag klimafreundlich und nachhaltig zu verhalten. Die Stadtverwaltung Lünen ruft zusammen mit der Lüner Initiative gegen globale Armut (LIGA), der evangelischen Stadtkirche sowie den Stadtwerken Lünen alle Lünerinnen und Lüner dazu auf. Mit einem großen Banner am Rathaus machen die Verantwortlichen seit Freitag (29. Februar) auf die Aktion aufmerksam.

Beim Fasten geht es darum, durch Verzicht bewusster zu leben. In Zeiten des Klimawandels und der immer größer werdenden Debatte um soziale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit stellen die Organisatorinnen und Organisatoren des Klimafastens die Frage: Warum nicht die Fastenzeit dazu nutzen, um den eigenen Alltag nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten?

Häufiger mit dem Fahrrad fahren

Thomas Berger, Leiter des Fachbereiches Stadtplanung, Umwelt und Bauordnung bei der Stadt Lünen, gibt Beispiele dafür, wie das ganz persönliche Klimafasten aussehen kann: „Noch häufiger mit dem Fahrrad fahren und versuchen, das Auto so wenig wie möglich zu nutzen. Oder: Endlich meinen Stromverbrauch kontrollieren und zu zertifiziertem Ökostrom wechseln.“ Das Klimafasten soll auch deutlich machen, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht nur Verzicht bedeutet bedeuten, sondern auch Spaß machen kann können. Deswegen gibt es in jeder Fastenwoche praktische Tipps, zum Beispiel zur Vermeidung des klimaschädlichen CO2 oder zu nachhaltigen Alternativen.

Auch Veranstaltungen, die voraussichtlich als Online-Formate stattfinden werden, sind geplant. Alle Informationen dazu gibt es unter www.luenen.de/klimafasten oder in der Klimafasten-Broschüre, die unter anderem im Rathaus, bei den evangelischen Kirchengemeinden und bei der Verbraucherzentrale Lünen erhältlich ist.

Infobend mit Expertin

Das Programm startet am Aschermittwoch (17. Februar): Bei einem Infoabend wird Dr. Susanne Rohs, Chemikerin, Atmosphärenforscherin und überzeugte Klimaschützerin, Beweggründe für ein Umdenken und eine Handlungsveränderung aufzeigen.

Die Aktion Klimafasten wurde von der städtischen Klimaschutzmanagerin Sandra Osowski, der Nachhaltigkeitsbeauftragen Anja Paechnatz und der LIGA ins Leben gerufen und mit der evangelischen Stadtkirche Lünen sowie den Stadtwerken Lünen geplant. Darüber hinaus haben sich das Foodsharing Lünen, der ADFC Lünen sowie der Gahmener Hof beteiligt.

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