Ein Lüner Familienvater hat Geldsorgen, weil die Bewilligung der Behörden zu lange dauert. © picture alliance/dpa
Meinung

Lünen muss über die Gewerbesteuer nachdenken

Der Rat hat mit dem Kita-Ausbau eine gute Entscheidung getroffen, findet unser Autor. Allerdings müssen die Konsequenzen trotz Corona-Krise dann auch von allen getragen werden - ausnahmslos.

SPD-Fraktionschef Rüdiger Billeb wollte ein starkes Signal an die Familien in Lünen – und der Rat hat dieses Signal gesendet: Bis 2024 soll Lünen ausreichend Kita-Plätze anbieten können. Geld spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Damit hat der Stadtrat die richtige Priorität gesetzt: Künftig haben Familien in Lünen Gewissheit, dass ihre Kinder betreut sind.

Das gibt Planungssicherheit und macht die Lippestadt für Zuzüge attraktiv. Allerdings, das war den Ratsmitgliedern klar, hat diese Entscheidung auch ihren Preis. Es wird die Aufgabe des Rates sein, dafür zu sorgen, dass diese Last von allen getragen wird – und nicht nur von einem Teil der Lüner Gesellschaft.

Alle müssen ihren Beitrag leisten

Kämmerin Bettina Brennenstuhl hat unmissverständlich klar gemacht, wohin die Reise geht. Und als Beispiel dienten, natürlich, die Kultur und der Sport. Das sind nunmal freiwillige Leistungen, und naturgemäß geht man da als erstes dran, wenn das Geld knapp wird. Danach kommt dann die Grundsteuer B, Corona-Krise hin oder her.

Doch das allein kann es nicht sein: Lünen muss auch über die Gewerbesteuer nachdenken. Unternehmen profitieren von einer guten Infrastruktur, die Lünen nun schaffen will, und daher können – nein, müssen sie auch ihren Beitrag dazu leisten. Genau wie Familien, Singles, Rentner, Arbeitnehmer – eben die Gemeinschaft, die Lünen ausmacht.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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