Lünen für bundesweites Projekt ausgewählt: Senioren und Jugendliche kommen ins Gespräch

dz„Generationen im Gespräch“

Das ist eine echte Anerkennung für die gute Vernetzung der Altenarbeit in Lünen - die Lippestadt ist eine von nur zehn Kommunen, die an einem besonderen bundesweiten Projekt teilnehmen.

Lünen

, 28.02.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bundesweite Anerkennung für die gute Vernetzung in der Lüner Altenarbeit - die Lippestadt ist eine von zehn Kommunen, die für ein besonderes Projekt ausgewählt wurde. Im Ausschuss für Bürgerservice und Soziales stellte Annette Goebel, Koordinatorin für Altenarbeit, das Projekt vor.

„Wir haben uns nicht beworben, wir sind ausgewählt worden“, so Annette Goebel. „Gemeinsam reden - Generationen im Gespräch“ lautet der Titel des Projekts, das bereits in Freiburg, Neumünster, Erfurt und Siegburg erfolgreich lief. In Vorbereitung sind jetzt neben Lünen noch Neubrandenburg und Düren. Zwei Gesprächsrunden wird es 2020 in Lünen geben - beide im Hansesaal.

Teilnehmer gesucht: Ab 65 Jahren und zwischen 16 und 25 Jahren

Dort sollen an Tischen insgesamt je 30 Lüner ab 65 Jahren und zwischen 16 und 25 Jahren miteinander ins Gesräch kommen. Goebel: „Außerhalb der Familien gibt es eher selten Gespräche zwischen Menschen verschiedener Generationen.“

Die erste Runde findet am 24. April statt, die zweite am 29. Oktober. Jeweils von 9.30 bis 16.30 Uhr. Es sollen auch durchaus unterschiedliche Teilnehmer für beiden Gesprächstage sein. Derzeit läuft die Akquise-Phase. Dazu gab es auch schon Kontakte zu den weiterführenden Schulen.

Mit dabei in der Vorbereitung sind auch das Mehrgenerationenhaus des DRK, die Schulverwaltung, der Fachbereich Jugendhilfe und Förderung sowie die evangelische Jugend.

„Nach dem Auftakt sollen möglichst die Ideen, die bei den Gesprächen hoffentlich entstehen, umgesetzt werden“, hofft Annette Goebel. Beispiele aus den schon gelaufenen Gesprächsrunden sind: Ältere Menschen gehen als Gesprächspartner in den Unterricht, Roter Punkt als Signal für Mitfahrgelegenheit beispielsweise in Stadtteilen, Generationen im Café, eine Talkshow „Halt(J)ung“ oder eine Gesprächsbank. „Auf dieser Bank können sich Jung und Alt begegnen, zu bestimmten Zeiten ist dann immer ein Gesprächspartner dort zu finden.“

Annette Goebel: „Gewinn für unsere Stadt“

Die Teilnahme am Projekt kostet die Stadt nichts, denn es wird von der Stiftung Skala finanziert, die von der deutschen Unternehmerin Susanne Klatten initiiert wurde. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung, Lab Concepts und Bildungs Cent arbeiten an „Generationen im Gespräch“ mit, stellen Flyer, Einladungskarten und Plakate zur Verfügung, finanzieren aber auch die Realisierung der Gesprächsrunden. Zudem stellen die Initiatoren des Projekts auch die Moderatoren für die beiden Gesprächstage in Lünen.

Klar ist - einfach nur vorbeikommen, geht nicht. Man muss sich für die Projekttage anmelden. Annette Goebel: „Ich glaube, dass das Projekt ein Gewinn für unsere Stadt sein wird.“

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