Ludwig-Uhland-Realschule: Jeden Tag muss eine Stufe zuhause bleiben

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Am Dienstag wurde bekannt, dass es an der Ludwig-Uhland-Realschule drei Corona-Fälle gibt. Zwei Klassen und mehrere Lehrer seien in Quarantäne. Das hat aber für alle Schüler Folgen.

Lünen

, 04.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Klassen und mehrere Lehrer in Quarantäne. Das ist der Stand an der Ludwig-Uhland-Realschule, nachdem am Dienstag (3.11.) drei Corona-Fälle bekannt wurden. In den Sozialen Medien löste unsere Berichterstattung zu dem Ausbruch eine große Resonanz aus. Viele Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder und bemängeln die undurchsichtige Teststrategie.

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Die Schule vermeldet auf ihrer Internetseite: „Angesichts der aktuellen Corona-Entwicklung wird es in den kommenden Tagen vermehrt zu Vertretungsunterricht und zu Unterrichtsausfall in Randstunden kommen. Zudem werden wir täglich eine Jahrgangsstufe nicht beschulen können.“ Die Sorge der Eltern angesichts solcher Entwicklungen ist groß.

Eltern fürchten um die Gesundheit der Kinder

Eine Mutter schreibt auf Facebook: „Mein Sohn hat Freitag frei, weil nicht genug Lehrer da sind, um alle zu unterrichten. Heute sind zwei Stunden ausgefallen. Meine letzte Info ist, das wohl 12 Lehrer in Quarantäne mussten und zwei Jahrgänge betroffen sind. Und da soll ich meine Kinder dann mit einem guten Gefühl hinschicken? Die sollen wieder zu machen und das sich endlich um die Digitalisierung kümmern, die sie versprochen haben.“ An der Schule sind momentan 11 der 38 Lehrer in Quarantäne. Schulleiter Benjamin Müller versichert allerdings im Gespräch mit der Redaktion, dass die Lehrer von zu Hause natürlich weiterhin Materialien verbreiten werden und Aufgaben für den Vertretungsunterricht bereitstellen.

„Wir bekommen das alles gewuppt“

Viele Eltern fürchten, dass die Kinder wieder von einer Quarantäne betroffen sein könnten. Eine Mutter schreibt auf Facebook über ihre Sorgen angesichts der Ungewissheit: „Mein Sohn hat noch volle Stunden, aber ich bring ihn hin und hol ihn ab. So erspar ich ihm den vollen Bus. Ich hab jeden Tag Magenschmerzen, dass zum 3. Mal der Anruf vom Lehrer kommt, dass die Klasse in Quarantäne muss.“

Auch die Schule erhält viele Fragen zu den Fällen. „Wir können aber alle Rückfragen eindeutig beantworten“, erklärt Schulleiter Benjamin Müller. Eltern könnten sich bei Fragen immer gerne an das Sekretariat der Schule wenden. Der Schulleiter zeigt sich trotz der schwierigen Lage optimistisch: „Wir bekommen das alles gewuppt.“

Ein anderer Nutzer denkt an die Schüler, die trotz Corona und Ausfall ihren Abschluss machen müssen: „Ganz prima, ich bin Mal gespannt, wie das weiter geht, gerade für die Klasse 10, die ihre zentralen Prüfungen haben sollen.“ Hier kann Schulleiter Benjamin Müller die Eltern und Schüler beruhigen: „Wenn die Zehntklässler im Mai Prüfungen haben und im November einen Tag zu Hause bleiben, dann wird es kaum beeinträchtigen. Deswegen wird kein Schüler seine Abschlussprüfung nicht bestehen.“

Quarantäne oder nicht?

Auch die Vorgaben des Gesundheitsamtes sorgen für Verwirrung bei den Eltern und der Belegschaft. Eine Betroffene schildert auf Facebook ihr Dilemma: „Ich bin auch betroffen. Morgen muss ich zum Test, aber meine Familie darf fröhlich herum spreaden.“ Eine andere Mutter schildert einen ähnlichen Fall: „Bei meinem Sohn war es auch so. Er stand unter Quarantäne und wir sollten ganz normal weiter arbeiten. Nur wenn das Testergebnis positiv ausfällt, hätten wir auch in Quarantäne gemusst.“

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Der Kreis Unna begründet diese Regelung auf seiner Internetseite damit, dass die Infektiosität unwahrscheinlich sei: „Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten Covid-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine Covid-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken.“

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