Für Lüner Kitas wird sich am Betriebsablauf vorerst nichts ändern. © dpa
Kinderbetreuung

Lockerung des Lockdowns: Kitas in Lünen bleiben im Pandemiebetrieb

Das Land NRW hat am Donnerstag (11.2.) bekannt gegeben, wie es mit der schrittweisen Öffnung von Kitas weitergehen soll. Lüner Kitaträger haben die Entscheidungen im Land gespannt verfolgt.

In den Lüner Kitas ändert sich vorerst kaum etwas. Nach dem Beschluss von Bund und Ländern, die Öffnung von Schulen und Kitas den Ländern zu überlassen, hat das Land NRW am Donnerstag (11.2.) bekannt gegeben, wie es weitergehen wird. Noch bis zum 22.2. soll der Betrieb laufen wie bisher. „Ziel ist, möglichst eine längere zeitliche Perspektive bis zu den Osterferien zu eröffnen“, heißt es in der Elterninformation des Ministeriums.

Anders als die Schulen sind Kindertageseinrichtungen in NRW nicht gänzlich geschlossen worden. Es wurde auf Notfallbetrieb umgestellt mit reduzierter Betreuungszeit und festen Gruppen, um Kontakte zu reduzieren. Die Eltern sollten ihre Kinder, sofern möglich, zu Hause betreuen. Eine Umstellung in den Normalbetrieb sei deshalb noch nicht nötig.

Nach Kritik der Kommunen: NRW passt vorgehen an

Die Lüner Kitaträger haben die Entscheidung des Landes gespannt verfolgt. „Bisher haben wir uns an die Vorgaben des Landes gehalten und sie erfüllt. Genauso werden wir es auch weiterhin tun“, sagt Jutta Beese, Verbundleiterin der Kitas der katholischen Gemeinde St. Marien in Lünen. Derzeit seien die Kitas der Gemeinde zudem personell gut aufgestellt bis auf schwangere Mitarbeiterinnen, die aufgrund von Corona im Beschäftigungsverbot sind.

Ludger Trepper, Fachbereichsleiter für Jugend und Soziales der Stadt Lünen, die Trägerin vieler Kitas ist, sagt dazu: „Die Erfahrung aus den letzten Runden zeigt, es gibt keine Deckung zwischen Bund- und Länderebene.“ Wäre es zu Änderungen der Verordnung gekommen, hätte er sich ausreichend Zeit zur Umsetzung der Maßnahmen gewünscht.

„Nach massiver Kritik aus den Kommunen hat das Land seine Vorgehensweise in dieser Hinsicht zum Glück angepasst.“ Zuvor habe man häufig eine Verordnung am Freitag erhalten, die bis zum Montag umgesetzt werden sollte.

Mehr Eltern nehmen Betreuung in Anspruch

Auch Stefan Kuster, Sprecher der AWO Ruhr-Lippe-Ems, bestätigt für die Lüner Kitas: „Wir haben diese Zwischeninformationen bekommen, dass erst einmal alles so bleibt wie bisher. Am Betrieb wird sich entsprechend nichts ändern und wir werden auf den weiteren Entschluss am 22. Februar warten.“

Kuster gibt an, dass seit Jahresbeginn stetig mehr Kinder in die Kitas der AWO gebracht werden. Die Inanspruchnahme des Pandemiebetriebs, Stand 29. Januar, liege bei 39 Prozent. Wie viele Kinder derzeit in die Lüner Kitas gebracht werden, dazu gebe es keine genaue Zahl. Aber: „Diese Woche waren es definitiv weniger Kinder durch das Schneechaos. Da sind viele dann mit den Eltern zuhause geblieben.“

Vom evangelischen Kirchenkreis Dortmund war bis Redaktionsschluss am Freitag (12. Februar) noch keine Stellungnahme zu bekommen.

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Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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Denise Felsch

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