Lippe-Kolleg: Das weiß die Polizei über den Vorfall

Streit unter Jugendlichen

Zu dem Angriff auf einen 19-Jährigen am Lippe Berufskolleg am Donnerstag in Lünen gibt es neue Erkenntnisse. Wie eine Polizeisprecherin am Montag auf Anfrage mitteilte, werde aktuell gegen zwei 19-Jährige ermittelt. Die Schule hat unterdessen sein Krisenteam eingesetzt.

LÜNEN

, 09.10.2017, 18:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lippe-Kolleg: Das weiß die Polizei über den Vorfall

Auf dem Parkplatz am Lippe Berufskolleg war es zu einer Auseinandersetzung gekommen.

Einer der Tatverdächtigen sowie der Geschädigte seien bereits polizeibekannt. Bei der Tatwaffe handele es sich um einen scharfen Gegenstand, so die Sprecherin. Ob es ein Messer gewesen ist, sei allerdings noch unklar.

Die Verletzung, die der Geschädigte erlitt, sei eher eine Hautabschürfung. Dennoch lautet der Tatvorwurf gefährliche Körperverletzung. Zu Hinweisen aus der Bevölkerung nahm die Polizei noch keine Stellung.

Auf dem Parkplatz der Schule war es am Donnerstag zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen. Dabei ist ein 19-Jähriger verletzt worden.

Laut Schuldirektor Arno Franke sei auch ein Schüler des Kollegs an dem Zwischenfall beteiligt gewesen. In welcher Form, sagte Franke nicht. „Die Auseinandersetzung hatte nichts mit schulinternen Themen zu tun“, so der Schulleiter weiter.

Krisenteam soll „Ängste abbauen“

Sowohl unter den Schülern als auch deren Eltern gebe es Ängste, sagte Franke. Solche Vorkommnisse habe es in dieser Form noch nie an der Schule gegeben.

„Unsere Hauptaufgabe ist jetzt, diese Ängste abbauen und zu informieren“, so Franke. „Dazu haben wir ein Krisenteam, das auch mit den Jugend-Kontaktbeamten der Polizei zusammenarbeitet.“ Franke sei selbst Polizist gewesen, daher sei ihm das Thema besonders wichtig.

Es gebe immer mal ähnliche Streitigkeiten rund um Schulen – außer an Grundschulen –, sagt die Sprecherin der Polizei. Die frühe Uhrzeit (gegen 14.15 Uhr) sei jedoch ungewöhnlich. Die Anzahl der Zwischenfälle in Schulumgebung sei mit der an Bahnhöfen oder in Parks nicht zu vergleichen.

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