Die richtige Einstellung, aber vielleicht die falsche Idee

Kommentar

Ein erleuchtetes Rathaus zur Weihnachtszeit: Mit dieser Idee will die Firma Late Night Concepts Lünen attraktiver machen. Prinzipiell richtig, aber noch nicht perfekt, findet unser Autor.

Lünen

, 04.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wenn Ingo Kaiser, Geschäftsführer von Late Night Concepts, sagt: „Wir wollen uns in der Adventszeit inszenieren, mit und für Lünen“, dann macht das Hoffnung: Kaiser bringt einen Pioniergeist mit, der der Lüner Unternehmerschaft derzeit fehlt. Und das in Zeiten, in denen Traditionen in Frage gestellt werden und die Stadt möglicherweise ihren Aufgaben nicht in ausreichendem Maße nachkommt.

Allerdings: 80.000 Euro für eine Lichtshow sind kein Pappenstiel. Einen Teil der Kosten will Late Night Concepts tragen, für den Rest sollen sich Sponsoren finden. Solche Sponsoren fehlten bisher, wenn es um eine Neugestaltung des Lüner Weihnachtsmarktes geht.

Geld könnte Eisbahn möglich machen

Immer wieder steht die Sternengasse in der Kritik: Mäßiges Angebot, keine Atmosphäre. Eine mögliche Lösung wäre eine Eisbahn als Publikumsmagnet. Die Idee ist nun wirklich nicht neu. Mit 80.000 Euro wäre man hier schon einen großen Schritt weiter - und am Ende bringt so eine Eisbahn für den Weihnachtsmarkt und für Lünen vielleicht etwas mehr als eine Licht-Show.

Klar ist aber auch: Late Night Concepts ist eine Eventfirma, die zeigen will, was sie kann. Das klappt besser mit Beleuchtung als mit Eis. Vielleicht geht ja ein Signal von der Aktion aus, dass sich mehr Leute inszenieren wollen. Mit und für Lünen.

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