Patienten und Pflegekräfte am Katholischen Klinikum Lünen/Werne hatten sich mit Corona infiziert. Eine komplette Station war in Quarantäne. © Goldstein
Coronavirus

Klinikum Lünen/Werne: Nach Corona-Ausbruch eine Station in Quarantäne

Nach einem Corona-Ausbruch im Katholischen Klinikum Lünen/Werne musste eine komplette Station in Quarantäne. Zeitgleich hatten sich neun Patienten und acht Pflegekräfte infiziert.

Corona-Infektionen bei neun Patienten und acht Pflegekräften haben dafür gesorgt, dass eine ganze Station des Katholischen Klinikums Lünen/Werne in Quarantäne war. Seit Montag (15.2.) läuft nach Auskunft von Dr. Berthold Lenfers, Leiter des Covid-19-Koordinationsstabes, aber dort alles wieder normal.

Insgesamt 30 Patienten und 15 Mitarbeiter mussten in Quarantäne isoliert werden. Warum sich zeitgleich mehrere Menschen im Krankenhaus infiziert haben, wisse man nicht, so Lenfers. Betroffen waren auch Patienten, die nicht in direkt benachbarten Zimmern lagen. Die letzten beiden Patienten müssten momentan noch drei Tage in Quarantäne aushalten.

Nach dem Auftreten der ersten Infektionen sei sofort eine Meldung an das Kreis-Gesundheitsamt gegangen. Regelmäßig seien Abstriche genommen worden. Die komplette Station sei gereinigt worden.

Im Sommer vergangenen Jahres hat es schon einmal eine geschlossene Station im St.-Marien-Hospital Lünen gegeben, das mit dem St. Christophorus Krankenhaus Werne zum Klinikum gehört.

Enttäuschung über fehlenden Impfstoff

Derweil wartet das Klinik-Personal dringend auf die versprochenen Corona-Impfungen. „Es hat uns sehr getroffen, dass wir am 25. Januar mit den ersten 80 angefangen hatten und am Mittwoch und Montag danach kein Impfstoff mehr kam“, so Lenfers. 40 weitere Mitarbeitende seien in Werne geimpft worden. Eine Arbeitsgruppe, die dreimal wöchentlich zusammenkommt, hat die Pflegekräfte ausgewählt, die in besonders sensiblen Bereichen tätig sind und vorrangig geimpft werden. Die Reihenfolge werde dokumentiert, um nachzuweisen, ob auch richtig ausgewählt wurde.

In der kommenden Woche rechnet Lenfers mit weiteren Impfstoffdosen für das Krankenhaus. Dann sollen 420 Beschäftigte in Lünen und 220 in Werne geimpft werden. Von besondere Impfreaktionen habe Lenfers bisher nichts gehört, außer denen, die bei jeder Impfung vorkommen können.

Impfstoff: anderer Hersteller

Während bisher der Impftstoff von Biontech/Pfizer eingesetzt wurde, habe der Bundesgesundheitsminister für die nächste Runde auch den von AstraZeneca angekündigt. Er wird verwandt bei Menschen zwischen 18 und 64 Jahren. Wenn die Mitarbeiter mit regelmäßigem Kontakt zu Corona-Infizierten geimpft sind, folgen die mit gelegentlichem Kontakt.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann habe angekündigt, dass in der letzten Februarwoche die Impfungen fertig seien, am Katholischen Klinikum rechnet man eher mit der ersten Märzwoche.

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Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn

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